Selbstfürsorge praktizieren

"Wir haben alle ein bisschen Ich will die Welt retten in uns. Aber es ist okay, wenn du erstmal nur einen Menschen rettest. Und es ist ok, wenn dieser Mensch du selbst bist."


Empfinden wir nur wenig Wertschätzung für uns selbst, fällt uns die Wertschätzung Anderer auch nicht leicht. Wenn wir lernen, uns zuerst selbst zu akzeptieren und zu mögen, so wie wir sind, dann fällt uns der Umgang mit anderen Menschen leichter.

Selbstakzeptanz und Selbstfürsorge haben somit nichts mit Egoismus zu tun. Es geht um eine leise innere Stimme, die uns sagt: "Du bist okay! Genau so, wie Du bist!" Es lohnt sich, diese leise innere Stimme zu fördern und zu bestärken! 

Frage Dich: Was will ich jetzt? Was brauche ich jetzt? Was täte mir jetzt gut? Kümmere dich um deine Bedürfnisse. Für neue Energie und neuen Schwung. 

Wir modernen Menschen lächeln gerne über Begriffe wie Selbstfürsorge. Das Haus fertigstellen und abzahlen und die Karriere vollenden klingen viel relevanter. Dabei trifft die Selbstfürsorge den Kern - unseren innersten Wesenskern. Und wenn dieser Kern stark und gesund ist, dann klappen auch die "relevanten" Dinge automatisch leichter.

 

Der Weg zu einer gesunden Selbstfürsorge

  • Ich darf meine Wünsche und Bedürfnisse äußern
  • Ich darf Komplimente annehmen
  • Ich darf mich mögen und wichtig nehmen
  • Ich erlaube mir Abgrenzung mit einem Nein
  • Ich darf Forderungen stellen
  • Ich sage meine Meinung, auch wenn sie nicht jedem gefällt
  • Ich darf Schwächen zeigen und Fehler machen. Und bin trotzdem okay

 

 

Als ich mich selbst zu lieben begann - von Charlie Chaplin

Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich verstanden, dass ich immer und bei jeder Gelegenheit,
zur richtigen Zeit am richtigen Ort bin
und dass alles, was geschieht, richtig ist –
von da an konnte ich ruhig sein.
Heute weiß ich: Das nennt man VERTRAUEN.

Als ich mich selbst zu lieben begann,
konnte ich erkennen, dass emotionaler Schmerz und Leid
nur Warnungen für mich sind, gegen meine eigene Wahrheit zu leben.
Heute weiß ich: Das nennt man AUTHENTISCH SEIN.

Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich aufgehört, mich nach einem anderen Leben zu sehnen
und konnte sehen, dass alles um mich herum eine Aufforderung zum Wachsen war.
Heute weiß ich, das nennt man REIFE.

Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich aufgehört, mich meiner freien Zeit zu berauben,
und ich habe aufgehört, weiter grandiose Projekte für die Zukunft zu entwerfen.

Heute mache ich nur das, was mir Spaß und Freude macht,
was ich liebe und was mein Herz zum Lachen bringt,
auf meine eigene Art und Weise und in meinem Tempo.
Heute weiß ich, das nennt man EHRLICHKEIT.

Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich mich von allem befreit, was nicht gesund für mich war,
von Speisen, Menschen, Dingen, Situationen
und von Allem, das mich immer wieder hinunterzog, weg von mir selbst.
Anfangs nannte ich das „Gesunden Egoismus“,
aber heute weiß ich, das ist SELBSTLIEBE.

Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich aufgehört, immer recht haben zu wollen,
so habe ich mich weniger geirrt.
Heute habe ich erkannt: das nennt man DEMUT.

Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich mich geweigert, weiter in der Vergangenheit zu leben
und mich um meine Zukunft zu sorgen.
Jetzt lebe ich nur noch in diesem Augenblick, wo ALLES stattfindet,
so lebe ich heute jeden Tag und nenne es BEWUSSTHEIT.

Als ich mich zu lieben begann,
da erkannte ich, dass mich mein Denken
armselig und krank machen kann.
Als ich jedoch meine Herzenskräfte anforderte,
bekam der Verstand einen wichtigen Partner.
Diese Verbindung nenne ich heute HERZENSWEISHEIT.

Wir brauchen uns nicht weiter vor Auseinandersetzungen,
Konflikten und Problemen mit uns selbst und anderen fürchten,
denn sogar Sterne knallen manchmal aufeinander
und es entstehen neue Welten.

Heute weiß ich: DAS IST DAS LEBEN !

 

 

 

Loslassen lernen

"An seinem Ärger festzuhalten ist genauso, wie eine glühende Kohle in die Hand zu nehmen, um sie nach jemandem zu werfen. Du bist derjenige, der sich verbrennt." 

Loslassen beginnt mit Akzeptieren

Wenn Du ein neues erfolgreiches Kapitel in Deinem Leben schreiben möchtest, lasse Vergangenes los. Loslassen bedeutet, negative Erlebnisse zu akzeptieren. Sage Ja zu Deiner Vergangenheit und akzeptiere sie so wie sie war. Deine Vergangenheit bestimmt nicht Deine Zukunft. Dafür kannst Du Dich ab sofort aktiv und bewusst entscheiden. 

Sage auch ja zu momentan belastenden Situationen und Gedanken. Akzeptiere diese genau so, wie sie sich aktuell darstellen. Klingt paradox, da Du sie ja nicht möchtest. Akzeptieren ist der entscheidende erste Schritt, dass sich die Situation wandeln kann. Denn nur was bejahend akzeptiert und angenommen wurde, kann losgelassen werden.

"Loslassen bedeutet, die Vergangenheit als Teil Deiner Geschichte zu akzeptieren und gleichzeitig zu entscheiden, dass Du jetzt eine neue Geschichte zu schreiben beginnst." Glücksdetektiv

So lässt das Erlebte DICH los

Diesen Frieden finden wir, wenn wir schmerzhafte Erlebnisse und Erfahrungen genau so annehmen, wie sie sind. Dabei können wir uns und Anderen vergeben, damit es wieder friedlich in uns werden kann. Dann lässt uns die schwierige Situation selbst los und wir können den schweren Rucksack ausziehen.

Gerade sehr schwere Schicksale und Ereignisse lassen sich nicht einfach loslassen, denn sie kleben fest an uns. Solange, bis wir sie akzeptierend angeschaut und Frieden mit ihnen geschlossen haben. Es geht nicht darum, alles Erlebte und Erfahrene gut zu heißen. Es geht um das Loslassen durch eine bejahende Annahme von dem, was ist.

"Gott, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden." Reinhold Niebuhr


Lebe hier und heute

Viele unserer täglichen Gedanken drehen sich sorgenvoll um unsere Vergangenheit oder richten sich mit ängstlichem Blick in die Zukunft. Nicht selten steigern wir uns in Gedankenspiralen und machen im wahrsten Sinne aus einer Mücke einen Elefanten. Lasse negative Gedanken vor Deinem inneren Auge wie dunkle Wolken davonziehen.

Die Vergangenheit ist vorbei und lässt sich auch mit viel Grübeln nicht mehr ändern. Und die Zukunft ist noch nicht da und geschieht meist anders als von uns erwartet. 

 

Neun Tipps für ein erfolgreiches Loslassen

1. Sage Stopp

Wenn wir an einem Gedanken festhaften und ihn nicht loswerden können, unterbreche diesen aufkommenden Gedanken mit dem Wort Stopp. Sage immer wieder Stopp und kehre zurück zum jetzigen Alltagsmoment. Wir reagieren sehr sensibel auf dieses Wort, da wir bereits während unserer Erziehung häufig mit dem Wort konfrontiert wurden.

2. Probleme aus dem Kopf schreiben

Nimm Dir einen Stift und ein leeres Blatt und fange an, Dein Problem aufzuschreiben. Nicht selten reiht sich ein Satz an den nächsten... Vieles ist garnicht so aussichtslos, wie es anfangs erscheint. Beim Aufschreiben erhalten wir Klarheit und erste Lösungen für unser Problem. Es reicht nicht, im Kopf darüber nachzudenken. Probiere es aus!

3. Gib Dir Zeit

Schwierige Situationen, wie der Verlust eines lieben Menschen, brauchen Zeit der inneren Verarbeitung. Diese Zeit lässt sich nicht abkürzen. Gib Dir diese Zeit. Viele Menschen ziehen sich in schweren Zeiten zurück. Suche weiterhin Kontakt und aufbauende Gespräche. Diese können dir helfen, Deine Situation zu erleichtern und Dich neu aufbauen.

4. Auf den Atem konzentrieren

Dieser Uralt-Tipp ist einer der besten und bewährtesten! Wer es schafft, sich auf seinen Atem zu konzentrieren, befindet sich in seiner inneren Mitte. Atme durch die Nase tief in Deinen Bauch ein. Und durch den Mund langsam wieder aus. Spüre Deinen Atem! Atme Deinen gesamten Stress aus und fühle Dich freier.

5. Wie beim ersten Mal

Gerade in stressigen Situationen oder bei Lampenfieber vor einem Auftritt ein probates Mittel. Schaue Dich um und tue so, als würdest Du die Welt um Dich heute herum zum ersten Mal sehen. Schaue auf herbstliche Bäume, braun gepflasterte Wege, eine blaue Tür, eine grüne Mineralwasserflasche oder eine gelb gestrichene Wand. Beobachte genau und komme schon nach wenigen Momenten in eine ruhigere Gedankenwelt.

6. Geräusche neu wahrnehmen 

Nimm Geräusche, die eben noch als störend empfunden wurden, wohlwollend und annehmend auf. Den Baustellenlärm, die Straßenbahn, die Gespräche der Passanten. Empfange die zuvor als Lärm empfangenen Töne wie eine Art Musikstück. Anstelle von Herzrasen und innerer Unruhe gesellt sich nun eine Art innerer Gleichmut. 

7. Anspannen und entspannen

Wenn Du eine starke Anspannung spürst oder Emotionen Dich zu übermannen drohen, kannst Du diesen Tipp nutzen. Spanne einzelne Muskelgruppen für 10 Sekunden an. Drücke die Füße tief in den Boden, spanne Arme, Schultern, Bauch und Po fest an. Spanne auch Deine Gesichtsmuskeln an. Oder drücke mit den Händen für ein paar Sekunden fest gegen eine Wand. Nach der kurzen Anspannung folgt die Entspannung.

8. Weitere Entspannungstechniken

Mir persönlich haben Meditationen, Autogenes Training und Fantasiereisen sehr dabei geholfen, Abstand von den kreisenden Gedanken im Kopf zu gewinnen. Und nach und nach loszulassen. Suche Dir eine Übung ganz nach Deinem Gusto. Eine, die zu Dir passt. Neben Atem- und Achtsamkeitsübungen sind auch Yoga, Tai Chi und Qi Gong empfehlenswert. Bewegung und leichter Sport in der Natur oder ein Saunabesuch haben ebenfalls eine wunderbar entspannende Wirkung. Wähle das, was Dir gut tut.

9. Feierabendrituale 

Feierabendrituale sind ein probates Mittel, um schnell vom Alltag loslassen zu können. Wichtige Vorbereitungen für den nächsten Morgen können wir bereits jetzt erledigen. Und auch die To do Liste für den nächsten Tag noch vor dem Feierabend erstellen. Somit schreibst Du die Themen aus dem Kopf und der Abend kann entspannt starten.

Den Heimweg kannst Du bereits zur positiven Einstimmung auf den Feierabend nutzen. Beliebte Feierabendrituale zum Abschalten sind der Spaziergang an der frischen Luft, Sport oder gesellige Abende mit Freunden. Wie wäre es im Sommer mit einer frischen Dusche und im Winter mit einem Entspannungsbad? Wähle eine regelmäßige Aktivität, bei der Du gezielt loslassen kannst.

 

 

  

 

Gelassenheit trainieren

"Menschliches Glück stammt nicht so sehr aus den großen Glücksfällen, die sich selten ereignen, als vielmehr von kleinen glücklichen Umständen, die jeden Tag vorkommen." Benjamin Franklin

Gelassene Menschen wirken auf uns angenehm ruhig und souverän. Der Kopf wird nicht von Hektik und Angst geführt, sondern von Ruhe, Klarheit und Ordnung. Dinge, die sich nicht ändern lassen, werden als unveränderlich akzeptiert. Sie betrachten das große Ganze und regen sich nicht über Kleinigkeiten auf, die nicht funktionieren. 

Gelassene Menschen sind nur selten aus der Ruhe zu bringen und strahlen innere Sicherheit aus. Gerade in unserer schnelllebigen Zeit haben diese Menschen eine vertrauenswürdige Ausstrahlung auf uns.

Gelassene Personen sparen in stress- und emotionsgeladenen Situationen wertvolle mentale Kraft. Sie gehen entspannter durchs Leben und lassen sich auch von einem vollen Terminkalender nicht über die Grenzen Ihrer Belastbarkeit hinaus treiben.

Gesunde Gelassenheit

Der entspannte Umgang mit Stresssituationen führt zu einer inneren Sicherheit, die sich positiv auf das eigene Selbstwertgefühl auswirkt. Auch in problematischen Situationen bleiben gelassene Menschen stets handlungsfähig und lösungsorientiert. 

Studien zeigen, dass gelassene Menschen gesünder leben, mit sich zufriedener sind und die besseren Entscheidungen treffen. Gelassene sind als sozialer Ruhepol häufig in ihren Kreisen beliebt und in Führungspositionen erfolgreich. Sie wahren in kritischen Situationen die nötige Distanz zwischen sich und dem Problem und sind daher optimale und gern kontaktierte Problemlöser. 


Gelassenheit lässt sich trainieren. Los geht's!

1. Dankbarkeit

Sei dankbar für das, was Du gerade hast und bist. Dankbarkeit ist die Grundlage für ein glückliches und gesundes Leben. 

2. Erwartungen an uns selbst

Lasse zu hohe Erwartungen an Dich selbst oder negative Erwartungen los. "Ich falle bestimmt wieder durch die Prüfung." kann zur selbsterfüllenden Prophezeiung werden. Erinnere Dich an die vielen Situationen, die Du im schon erfolgreich gemeistert hast. 

3. Erwartungen an Andere

Lasse auch die Erwartungen an andere Menschen los. Diese werden oft enttäuscht. "Wer selbst viel tut und von anderen wenig erwartet, der wird wenig Kummer haben" sagt Konfuzius

4. Nobody is perfect

Nobody is perfect! Auch Du darf unperfekt sein! Perfektion ist in einigen Bereichen notwendig, in den meisten Fällen ist allerdings eher hinderlich. Ein großer Zeitfresser!

5. Nimm das Heft in die Hand

Der einzige Tag, an dem Du etwas ändern kannst, ist heute! Unterscheide zwischen den Dingen die Du ändern kannst - gehe mutig voran. Und den Dingen, die Du nicht ändern kannst - lasse sie los.

6. Positive Einstellung

Trainiere Dir eine positive Grundhaltung an. Das Glas ist halbvoll! Negative Gedanken, die jeder Mensch hat, lassen sich wandeln, indem Du den Fokus auf etwas Positives lenkst. Schaue bei anderen Menschen auch auf die guten Seiten.

7. Weniger ist mehr

Häufig nehmen wir uns zu viel vor und ärgern uns am Abend, dass wir nicht Alles geschafft haben. Wir hecheln durch unsere To do Liste und können die einzelnen Tätigkeiten nicht mehr genießen. Weniger - gut und mit Freude gemacht - ist mehr!

8. Plan B

Ein Plan B macht Dich freier und Du hast im Kopf immer noch einen alternativen Weg, falls Dein Wunsch nicht klappt. Auch lässt es sich wesentlich leichter verhandeln, wenn man noch ein zweites Ass im Ärmel hat.

9. Nicht persönlich nehmen

Nimm Kritik nicht persönlich. Feedback und Kritik ist die subjektive Meinung eines Anderen über Deine Leistung oder Dein Verhalten. Lerne von den Richtigen und lasse ungerechtfertigte Kritik teflonmäßig abprallen. Wir können es nicht Allen recht machen. 

10. Freundlichkeit

"Wer alles mit einem Lächeln beginnt, dem wird das meiste gelingen" Dalai Lama