Richtiger Umgang mit Kritik

Kennen Sie das? Sie kommen morgens gut gelaunt ins Büro und werden direkt vom Kollegen auf dem Flur angefahren, dass das Verhalten gestern im Meeting ja wohl völlig neben der Spur gewesen sei. Sie selbst verstehen die Welt nicht mehr, denn Sie können die Meinung Ihres Kritikers überhaupt nicht teilen. Trotzdem ist Ihre gute Laune jetzt im Keller und der Kritikstachel sitzt tief.

Sie fragen sich vielleicht: Wie kann ich gelassener mit der Situation umgehen, damit mich die Kritik nicht so tief trifft? Sieben Praxistipps, damit Ihre gute Laune zukünftig weniger stark beeinflusst wird:

1. Kritik ist niemals objektiv!

Kritik ist immer eine persönliche Meinung und niemals objektiv! Kritik kann aus Angst vor eigenen Nachteilen oder aus schlechter Stimmung heraus geäußert werden. Oder einfach, weil der andere eine andere Sichtweise oder einen anderen Geschmack hat.

2. Hören Sie die Sachinformation!

In aller Regel ist Kritik eine subjektive Meinung über ein Verhalten. Konzentrieren Sie sich allein die Sachaussage Ihres Kritikers und fragen Sie sich möglichst emotionslos: Ist da was dran? Kann ich von den Worten meines Gegenübers etwas lernen? 

3. Nicht persönlich nehmen!

Nehmen Sie Kritik nicht persönlich! Nehmen Sie emotional einen gesunden Abstand von den Worten. So werden weniger stark berührt. Das ist leichter gesagt als getan, aber Sie können sich diese Fähigkeit antrainieren.

Beispiel: Wenn Ihr Service einmal nicht für gut empfunden wurde, ist dies lediglich eine subjektive Meinung, wie jemand die Leistung empfunden hat. Geschmäcker sind schließlich unterschiedlich. Die Kritik sagt nichts über Ihre allgemeinen Fähigkeiten und Sie persönlich als Mensch aus.

4. Ausnahmen bestätigen die Regel!

Selbst bei einem persönlichen Angriff haben Sie es selbst in der Hand, wie Sie damit umgehen. Als Kränkung oder Demütigung oder lediglich als Meinung eines anderen. Gehen Sie selbst nicht zu hart mit sich ins Gericht. Schützen Sie Ihr Selbstwertgefühl!

5. Ziehen Sie sich nicht jede Kritik an!

Nicht jede Kritik, die Sie sich anhören dürfen, ist konstruktiv und kompetent. Oftmals ist sie völlig unnötig oder der Kritiker selbst hat ein eigenes Problem aufzuarbeiten. Entscheiden Sie selbst, welche Kritik Sie annehmen möchten und welche nicht. 

 6. Keine Rechtfertigung, keine Verteidigung, keine Diskussion!

Hören Sie sich die Kritik Ihres Gegenübers in Ruhe an und starten Sie keinen verbalen Gegenschlag. Atmen Sie ruhig durch! Beenden Sie das Gespräch mit einem: "Danke für den Hinweis." oder "Danke, Sie haben recht." Zeigen Sie Gelassenheit, Humor und emotionale Stärke! Sie werden über die Reaktion Ihres Kritikers erstaunt sein ;)

7. Konstruktive Kritik ist viel wert!

Konstruktive Kritik nahestehender Menschen oder Hinweise von Experten sind äußerst wertvoll! Sie können davon lernen und Ihre Leistung verbessern! Lerne von den Könnern und lasse Dich gerne von jemandem kritisieren, der es besser weiß. Leider wollen die meisten von uns lieber von den Falschen gelobt als von den Richtigen kritisiert werden.

 

Wenn Sie regelmäßig mit Kritik und Feedback zu tun haben, dann sollten Sie sich einen souveränen Umgang damit antrainieren!

 

Den inneren Kritiker verstummen lassen

Werfen Sie Ihren inneren Kritiker raus! Installieren Sie anstelle ein mutmachendes und inspirierendes "Ratgeberteam" in Ihrem Kopf! Das kann ein Freund, ein Elternteil, der Partner oder fachkundiger Experte sein. Menschen mit einer guten Meinung über Sie!

Dieses virtuelle Dreamteam schaut auf Ihre Stärken und Ihre großartigen Fähigkeiten. Wenn sich der innere Kritiker meldet, fragen Sie sich: Was würde mein kompetentes Ratgeberteam dazu sagen? Welche Meinung haben meine persönlichen Fürsprecher?

Der innere Kritiker zieht Sie runter, Ihr kompetentes Dreamteam baut Sie auf!

Unabhängiger von der Anerkennung anderer machen!

Zustimmung, Lob und Beifall tun uns allen gut! Aber bewerten Sie diese nicht über! Neutrale Betrachtungen können manchmal mit weniger Falltiefe ausgestattet sein.


Trainieren Sie sich innerlich stark!

Sehen Sie Kritik als etwas völlig Normales an. Als belebenden Teil des Business, der Schwung ins Leben bringt und Ihnen wertvolle neue Erkenntnisse schenkt.

Seien Sie auf abwertende Kritik vorbereitet!
So werden Sie emotional nicht auf dem falschen Fuß erwischt und können kritische Worte mit einem Lächeln entgegennehmen ☺

Jemand, der souverän und gelassen mit jeder Form von Kritik umgeht, zeigt innere Stärke und hohe emotionale Intelligenz. Das verschafft Ihnen wertvolle Pluspunkte! 

 

 

Stressfrei mit Gelassenheit

 "Wenn Du es eilig hast, gehe langsam" Konfuzius

Gelassenheit ein Zustand körperlicher, seelischer und geistiger Harmonie. Eine innere ruhige Zufriedenheit, die uns durch den Tag begleitet. Gelassenheit bildet den entspannten Gegenpol zu unserer modernen Welt voller Aktivität und mit unzähligen einströmenden Reizen. Für ein erfülltes Leben mit einer harmonischen Entfaltung benötigen wir beide Pole. Eine ausgewogene Balance aus Aktivität und Ruhe.

Obwohl wir längst nicht mehr so körperlich hart arbeiten müssen wie unsere Vorfahren und wir täglich neue Techniken erwerben, die uns das Leben erleichtern, haben wir es verlernt, inne zu halten und zur Ruhe zu kommen. Wir suchen nach immer neuen Wegen und Möglichkeiten, unsere Zeit lebensoptimierend zu füllen. 

Wer zu wenig Aufgaben in seinem Leben hat, kann sich nicht weiterentwickeln. Ein zuviel an Aufgaben führt dagegen früher oder später in den Burnout. Die richtige persönliche Balance zu finden, ist daher eine wichtige Aufgabe für jeden von uns.

Gelassene Menschen wirken anziehend

Gelassene Menschen wirken auf uns angenehm ruhig und souverän. Der Kopf wird nicht von Hektik und Angst geführt, sondern von Ruhe, Klarheit und Ordnung. Dinge, die sich nicht ändern lassen, werden als unveränderlich akzeptiert. Sie betrachten das große Ganze und regen sich nicht über Kleinigkeiten auf, die nicht funktionieren. 

Gelassene Menschen sind nur selten aus der Ruhe zu bringen und strahlen innere Sicherheit aus. Gerade in unserer schnelllebigen Zeit haben diese Menschen eine vertrauenswürdige Ausstrahlung auf uns.

Gelassene Personen sparen in stress- und emotionsgeladenen Situationen wertvolle mentale Kraft. Sie gehen entspannter durchs Leben und lassen sich auch von einem vollen Terminkalender nicht über die Grenzen Ihrer Belastbarkeit hinaus treiben. Frei nach dem kölschen Motto "Et hätt noch emmer joot jejange".

Der entspannte Umgang mit Stresssituationen führt zu einer inneren Sicherheit, die sich positiv auf das eigene Selbstwertgefühl auswirkt. Auch in problematischen Situationen bleiben gelassene Menschen stets handlungsfähig und lösungsorientiert. 

Vertrauen als wichtige Grundlage

Emotionale Ausbrüche erleben wir regelmäßig im Alltag. Denken Sie nur an die vielen Situationen im Straßenverkehr oder an der Kasse des Supermarktes. Den unbedachten Ausraster des Chefs, der das Problem zwar nicht löst, dafür aber die Stimmung seiner Mitarbeiter in den Keller schickt. Hitzköpfen empfehlen wir, in stressigen Situation erst einmal durchzuatmen und etwas Abstand zur Situation zu gewinnen. Oftmals erledigen sich die "Probleme" schneller als gedacht. Oder auch ganz von selbst.

Mentaltrainer empfehlen, mehr Vertrauen zu entwickeln. Vertrauen in die eigenen Stärken und Fähigkeiten. Selbstvertrauen ist ein wichtiger Schlüssel für Gelassenheit.

Studien zeigen, dass gelassene Menschen gesünder leben, mit sich zufriedener sind und die besseren Entscheidungen treffen. Gelassene sind als sozialer Ruhepol häufig in ihren Kreisen beliebt und in Führungspositionen erfolgreich. Sie wahren in kritischen Situationen die nötige Distanz zwischen sich und dem Problem und sind daher optimale und gern kontaktierte Problemlöser. 


Gelassenheit lässt sich trainieren - 12 Praxistipps

1. Negativer Gedankenkreisel! Sage Dir immer wieder das Signalwort Stopp und komme zurück in die gegenwärtige Situation. Ins Hier und Jetzt!

2. Suche Dir eine angenehme Arbeit oder ein geliebtes Hobby und vergesse dabei Ärger, Wut und Sorgen. In der Konzentration sind wir ruhig und die Stimmung steigt.

3. Lasse Deine Erwartungshaltung los! Erwartungen sind an gemachte Erfahrungen gekoppelt, die mit einer positiven oder negativen Bewertung einhergehen. "Ich falle bestimmt wieder durch die Prüfung." kann zur selbsterfüllenden Prophezeiung werden. Erinnere Dich an die vielen Situationen, die Du im Leben erfolgreich gemeistert hast.

4. Lasse auch die Erwartung an andere Menschen los. Diese werden oft enttäuscht. "Wer selbst viel tut und von anderen wenig erwartet, der wird wenig Kummer haben" sagt Konfuzius

5. Sei zufrieden mit dem, was Du gerade hast. Auch wenn Du noch nicht an Deinem Ziel angelangt bist. Zufriedenheit ist die Grundlage für ein glückliches und gesundes Leben. J.W. von Goethe sagte schon "Gespannte Erwartung wird selten erfüllt."

6. Nobody is perfect! Auch Du darf unperfekt sein! Perfektion ist in einigen Bereichen notwendig, in den meisten Fällen ist allerdings eher hinderlich. Ein großer Zeitfresser!

7. Lebe heute, als wäre es der einzige Tag in Deinem Leben. Was würdest Du tun? Was bringt Dich jetzt weiter. Besorge Dir ein gedankliches Schloss und verriegele damit Deine Zukunft. Diese ist ungewiss und Unsicherheit nimmt uns die Gelassenheit.

8. Weniger ist mehr! Häufig nehmen wir uns zu viel vor und ärgern uns dann am Abend, dass wir nicht Alles geschafft haben. Wir hecheln durch unsere to do Liste und können die einzelnen Tätigkeiten nicht mehr genießen. 

9. Nehme Abstand von Deiner Situation! Steige gedanklich auf einen Berg und schaue von oben auf Dein aktuelles Leben. Was läuft gut, was weniger. Im Hamsterrad rennend fehlt uns die nötige Distanz für eine gute Situationsanalyse.

10. Habe immer einen Plan B! Das macht Dich freier und Du hast im Kopf immer noch einen alternativen Weg, falls Dein Wunsch nicht klappt. Auch lässt es sich beim Kauf oder einem Bewerbungsgespräch wesentlich leichter verhandeln, wenn man noch ein zweites Ass im Ärmel hat.

11. Nehme Kritik nicht persönlich. Feedback und Kritik ist die subjektive Meinung eines Anderen über Deine Leistung oder Dein Verhalten. Lerne von den Richtigen und lasse ungerechtfertigte Kritik teflonmäßig abprallen. Wir können es nicht Allen recht machen. 

12. Stärke Dein Selbstvertrauen und Dein Selbstwertgefühl. "Ein Vogel hat niemals Angst davor, dass der Ast unter ihm brechen könnte. Nicht weil er dem Ast vertraut, sondern seinen eigenen Flügeln."

 

 

 

 

7 Tipps gegen Herbstmüdigkeit 

 

Auch wenn Wetterfühligkeit und der Einfluss der Jahreszeiten nicht jeden gleich trifft, haben sie doch auf jeden Menschen ihren Einfluss. Über die Hälfte der Bevölkerung in Deutschland spüren die saisonalen Einflüsse. Doch wir können gegen Wetterfühligkeit etwas tun, um die Auswirkungen abzumildern.

Wir müssen den Körper an die Schwankungen von Luftdruck und Temperatur gewöhnen und unser Immunsystem stärken. Ärzte empfehlen deshalb Spaziergänge und Freizeitaktivitäten bei Wind und Wetter. So lernt unser Körper, sich jedem Wetter anzupassen. Neben einem aktiven Lebenswandel empfehlen Experten eine gesunde Ernährung, ausreichend Flüssigkeit und Regeneration mit genügend Schlaf. 

Wenn Sie dennoch die Herbstmüdigkeit überkommen hat, habe ich einen 7 Punkte Aktionsplan für Sie zusammengestellt.

 

1. Raus in die Sonne

Sonne und Lichteinfluss spielen die zentrale Rolle für unsere Herbstmüdigkeit. In der dunklen Jahreszeit sinkt die Produktion des Muntermacher-Hormons Serotonin und gleichzeitig erhöht sich im Körper die Bildung des Ruhe- und Entspannungshormons Melatonin. Wir sind einerseits entspannter, aber es fehlt an Schwung und Antriebskraft. 

Machen Sie mindestens jeden zweiten Tag einen ausgedehnten Spaziergang an der frischen Luft. Nutzen Sie dabei möglichst die Mittagssonne mit der höchsten Intensität. So regen Sie die Serotonin-Produktion im Körper an. Während die Helligkeit bei einem Aufenthalt drinnen ca. 500 Lux beträgt, reicht der Wert in der Herbstsonne bis zu 20.000 Lux. Ein sonniger Wintertag hat immer noch 10.000 Lux und sogar ein bedeckter Himmel bringt es immerhin auf 5.000 Lux. Mein wichtigster Tipp an Sie: Gehen Sie regelmäßig raus an die frische Luft!

Das Solarium leistet hier keinen Ersatz. Für die Bräune erhalten wir dort vor allem UVA Strahlen, während wir für unser Wohlbefinden und die Serotonin-Produktion UVB Strahlen benötigen. Die Sonne schenkt uns beide Strahlen. 

2. Starte direkt nach der Arbeit

Gerade wetterfühligen Menschen fällt es schwer, sich nach Feierabend nochmals von der Couch aufzuraffen. Viele von uns schalten im Herbst von outdoor auf indoor. Planen Sie dennoch abendliche Aktivitäten ein und starten Sie sofort von der Arbeit aus. So bleibt der der Puls hoch und der innere Schweinehund muss nicht noch mal überwunden werden.


3. Gleichmäßigen Schlafrhythmus 

Halten Sie Einschlaf- und Aufstehzeiten möglichst gleich. Sorgen Sie für ausreichend Schlaf und eine gute Schlafqualität. Das Schlafzimmer sollte eine aufgeräumte Wohlfühloase ohne Wäscheberge, Bügelbrett, TV oder Handystrahlen sein. Richten Sie es  sich behaglich ein!

4. Wechselduschen und Wellness

Durch den Wechsel aus kaltem und heißem Wasser werden Kreislauf und die Körperabwehrkräfte aktiviert. Herbst und Winterzeit ist auch die beste Zeit für Sauna und Wellness. Schädliche Schlacken werden über die Haut ausgeschieden und die Widerstandsfähigkeit des Körpers gegen Infekte verbessert. Für viele Menschen ist ein Saunabesuch zudem eine großartige Zeit der Erholung! 

5. Natürliche Zeit für Entspannung und Ruhe

Schwinge im Rhythmus der Natur. Während im Sommer die Vegetation auf Hochtouren läuft, wird sie im Herbst langsamer und die Naturkräfte ziehen sich in den Boden oder in die Stämme zurück. Auch der Mensch ist Teil der Natur und darf sich zum Feierabend Ruhe und erholsame Zeiten gönnen. In der Steinzeit gab es im Winter deutlich weniger Ressourcen und der Mensch passte seine Aktivitäten entsprechend an. Ein Urinstinkt, der immer noch in uns wohnt.


6. Positiv denken und lachen

Lassen Sie sich vom Herbstblues nicht anstecken. Freude und Lachen sind gesund! Lachen stärkt nachhaltig unser Immunsystem, baut Stress ab und wir bekommen eine positive Ausstrahlung. Diese positive Einstellung entspannt häufig Situationen und bringt Lösungen für unsere Probleme.

7. Energiereiche Nahrung für gute Laune

Gesundheitsberater raten, die Nahrung an die kalte Jahreszeit anzupassen. Sie raten zu kohlenhydratreicher Kost, ausreichend Vitaminen und Mineralstoffen und zusätzlich Omega-3-Fettsäuren. Gesunde Kohlenhydrate in Vollkornprodukten, Reis, Kartoffeln oder Nudeln regen die Produktion des Glückshormons Serotonin an und sorgen für eine bessere Stimmung. Auch in Schokolade steckt übrigens ein solcher Stoff, was auch das steigende Verlangen nach Schokolade im Winter erklärt. 

Omega-3-Fettsäuren steigern unter anderem die körpereigenen Abwehrkräfte und schützen vor Infekten. Sie sind vor allem in Fisch, Nüssen und guten Speiseölen, wie Rapsöl zu finden. Gesunde und energiereiche Snacks für zwischendurch sind Bananen, Nüsse oder Feigen. Achten Sie zudem bei Heizungsluft auf regelmäßiges Trinken.

Ich wünsche Ihnen viel Spaß bei der Umsetzung. Kommen Sie gut durch den Herbst!

 

 

Zeit-für-sich-Rituale pflegen
  

Das Leben besteht aus Aktivität und Ruhephasen zum Kraft tanken! Auf Anspannung sollte regelmäßige Entspannung folgen. Gönne Dir nach getaner Arbeit oder erzieltem Erfolg auch Zeiten der Entspannung. Tue Dir jeden Tag etwas Gutes! Schaffe einen verdienten Ausgleich zu den täglichen Anstrengungen. So hast Du neben der Arbeit immer noch ein "Für-mich-Thema" auf Deiner Agenda. Etwas, auf das Du Dich persönlich freuen kannst.

 

Eisessen in der Mittagspause, eine Shopping-Tour zum Feierabend, einen Besuch im Fitness-Studio, einen Montags-Kinobesuch, ein Badmintonspiel mit Kollegen, einen Spaziergang durch den Park, eine Jogging-Runde, einen Feierabend Saunabesuch, eine Massage buchen, etwas leckeres Kochen, ein Zimmer neu dekorieren, seine alte Lieblings CD hören, den neuen Bestseller lesen oder mal wieder etwas Spontanes mit Freunden unternehmen. Ich verspreche Dir: Am nächsten Tag gehst du deutlich motivierter zur Arbeit. Und freust Dich schon auf das nächste "Zeit-für-sich-Ritual"!

 

Entwickle aus den "Zeit-für-sich-Ritualen" Dein individuelles Entspannungsprogramm. So kannst Du regelmäßig etwas für Körper, Geist und Seele tun. Oder mit einem schönen Hobby mal wieder in den "Flow" kommen. Das bringt Deine Work-Life-Balance auf ganz neue Höhen. Arbeit und Familie sollen nicht darunter leiden, sondern durch mehr Lebensfreude beflügelt werden. 

 

 

Tanke regelmäßig auf

 

Es ist wichtig, dass wir unter der Woche regelmäßig regenerieren und auftanken. Und uns nicht gedanklich von Wochenende zu Wochenende hangeln. Ziel sollte es sein, möglichst die gesamte Woche so zu gestalten, dass wir morgens mit Lust und voller Energie in den Tag starten. Mit kleinen täglichen "Zeit-für-sich-Ritualen" kannst Du immer wieder entspannt runterfahren. Bewusst Abstand von der Hektik des Alltags und auch mal von Internet, Handy und E-Mails bekommen.

 

Eine dauerhafte Ausgeglichenheit ist deutlich effektiver, als sich nur auf den ersehnten Jahresurlaub zu konzentrieren. Der Erholungseffekt eines Urlaubs liegt nur bei 1-3 Wochen! Auf Vorrat erholen geht daher leider nur sehr begrenzt! Luftveränderung nach einer großen Anstrengung ist dennoch sehr zu empfehlen! Neue Eindrücke und frei von allen Alltagssorgen sein, ist ein probates Mittel. Und unser Gehirn kann Gelerntes oder Erlebtes erfolgreich verarbeiten. Anschließend können wir wieder neu durchstarten.

 

Ich wünsche Dir viel Freude bei Deinem zukünftigen Entspannungsprogramm. Gebe der "Lebensschale" in Deiner Work-Life-Balance eine neue Gewichtung und eine neue Qualität. Mein Vorschlag: Trage in Deinen Terminkalender jeden Tag noch einen zusätzlichen Termin ein: Dein "Zeit-für-sich-Ritual". Ein Termin mit hoher Priorität!

 

 

 

 

Stress-Symptome wahr-nehmen!


Was machen wir aber nun im direkten Umgang mit Stresssituationen? Wenn uns morgens schon die Kraft und Frische fehlt. Wenn wir uns ausgelaugt und schlapp fühlen? Unser Terminkalender ist auch an diesem Tag wieder prall gefüllt. Wir leben und arbeiten auf hohem Level und Niveau, nicht selten gefühlt am Anschlag. Unbewusst fordern wir uns im Hamsterrad sitzend noch zusätzlich selbst. Nehmen noch mehr Arbeiten an, fühlen uns häufig noch unverzichtbarer...


Ein perfektes Frühwarnsystem 

Du bist jetzt am Zuge, Deinen Akku wieder neu aufzuladen. Jetzt ist auch im Sinne unserer Arbeitskraft Pflicht, mal wieder an sich zu denken. Eine gesunde Balance herstellen ist wichtiger als ungesundes Weitermachen. Unser Körper hat ein perfektes Frühwarnsystem und sendet im Erschöpfungszustand klare Signale aus. Dieses Frühwarnsystem möchte uns langfristig vor größeren gesundheitlichen Schäden bewahren. Aber wir müssen erst wieder lernen, die Signale unseres Körpers bewusst wahr-zu-nehmen und auf Sie zu hören. 

Lerne wieder, auf Deinen Körper zu hören! Bei dauerhaft hoher Belastung reagiert der Körper mit Schwindel, Hitzewallung, Kopf- und Rückenschmerzen oder mit einem Infekt. Diesen Hinweisen können wir vertrauen. Meist sind es Signale unseres Unterbewusstseins, etwas an unserem Verhalten zu verändern. Damit ist nicht gemeint, dass wir ein Medikament einnehmen und dann das Thema vergessen. Wir müssen uns auch mit den Ursachen beschäftigen. Erkenne Deine Grenzen und versuche, mehr Leichtigkeit in Deinen Alltag zu bekommen.  

Regelmäßig gesunden Ausgleich finden

Wir sollten als erstes die Erschöpfung akzeptieren und anerkennen. Es ist nichts verkehrt an Dir und Deinem Körper. Du hast viel geleistet und geschafft und Dein Körper und Geist sehnt sich einfach nach etwas Ruhe. Wissenschaftlich erwiesen lässt die Effektivität und Kreativität unserer Arbeitsleistung im erschöpften Zustand rapide nach. Wir brauchen für die gleichen Vorgänge deutlich länger und innovative Ideen fallen uns auch nicht mehr ein.

Trotz erhöhter Anstrengung und Willenskraft erreichen wir unsere Leistungsfähigkeit nicht mehr wie gewohnt. Wenn dieser Punkt erreicht ist, wird es Zeit für eine Auszeit! Wenn möglich sofort! Ein paar Tage wegfahren und Abstand gewinnen wäre ideal. Oder plane einen baldigen Urlaub, der Dir schon jetzt Vorfreude und eine entspannte Perspektive schenkt. Zusätzlich solltest Du nach Wegen suchen, täglich zum Feierabend Deinen Stresslevel herunter zu fahren.

Mehr Harmonie und innere Ausgeglichenheit

Überlege Dir ganz individuell, was Dir jetzt gut tun würde: Ideal ist eine Kombination aus Erholung und leichter körperlicher Aktivität. Starte mit einer Massage, einem Saunabesuch oder einem erholsamen Power Napping. Individuell nach Deinem Körpergefühl und Vorlieben. Gehe raus in die Natur. Mache einen ausgedehnten Spaziergang im Park oder im Wald. Oder eine ganz entspannte Fahrradtour.

Die Kombination aus Entspannung und leichter körperlicher Aktivität sorgt für optimalen Stressabbau und schenkt Dir innere Ruhe und neue Kraft. Diese Aktivitäten sollten allerdings nicht mit neuem Leistungsanspruch verbunden sein. Ein Marathontraining starten ist damit also nicht gemeint.

Ergänze Dein Programm um noch eine passende Entspannungsübung. Ganz nach persönlichem Gusto. Du wirst ruhiger und ausgeglichener. Gleichzeitig steigert sich Deine Konzentration! Auch Deine Intuition steigert sich und Du erhältst "gratis" Lösungen für Deine Probleme.