Zeit-für-sich-Rituale pflegen
  

Das Leben besteht aus Aktivität und Ruhephasen zum Kraft tanken! Auf Anspannung sollte regelmäßige Entspannung folgen. Gönne Dir nach getaner Arbeit oder erzieltem Erfolg auch Zeiten der Entspannung. Tue Dir jeden Tag etwas Gutes! Schaffe einen verdienten Ausgleich zu den täglichen Anstrengungen. So hast Du neben der Arbeit immer noch ein "Für-mich-Thema" auf Deiner Agenda. Etwas, auf das Du Dich persönlich freuen kannst.

 

Eisessen in der Mittagspause, eine Shopping-Tour zum Feierabend, einen Besuch im Fitness-Studio, einen Montags-Kinobesuch, ein Badmintonspiel mit Kollegen, einen Spaziergang durch den Park, eine Jogging-Runde, einen Feierabend Saunabesuch, eine Massage buchen, etwas leckeres Kochen, ein Zimmer neu dekorieren, seine alte Lieblings CD hören, den neuen Bestseller lesen oder mal wieder etwas Spontanes mit Freunden unternehmen. Ich verspreche Dir: Am nächsten Tag gehst du deutlich motivierter zur Arbeit. Und freust Dich schon auf das nächste "Zeit-für-sich-Ritual"!

 

Entwickle aus den "Zeit-für-sich-Ritualen" Dein individuelles Entspannungsprogramm. So kannst Du regelmäßig etwas für Körper, Geist und Seele tun. Oder mit einem schönen Hobby mal wieder in den "Flow" kommen. Das bringt Deine Work-Life-Balance auf ganz neue Höhen. Arbeit und Familie sollen nicht darunter leiden, sondern durch mehr Lebensfreude beflügelt werden. 

 

 

Tanke regelmäßig auf

 

Es ist wichtig, dass wir unter der Woche regelmäßig regenerieren und auftanken. Und uns nicht gedanklich von Wochenende zu Wochenende hangeln. Ziel sollte es sein, möglichst die gesamte Woche so zu gestalten, dass wir morgens mit Lust und voller Energie in den Tag starten. Mit kleinen täglichen "Zeit-für-sich-Ritualen" kannst Du immer wieder entspannt runterfahren. Bewusst Abstand von der Hektik des Alltags und auch mal von Internet, Handy und E-Mails bekommen.

 

Eine dauerhafte Ausgeglichenheit ist deutlich effektiver, als sich nur auf den ersehnten Jahresurlaub zu konzentrieren. Der Erholungseffekt eines Urlaubs liegt nur bei 1-3 Wochen! Auf Vorrat erholen geht daher leider nur sehr begrenzt! Luftveränderung nach einer großen Anstrengung ist dennoch sehr zu empfehlen! Neue Eindrücke und frei von allen Alltagssorgen sein, ist ein probates Mittel. Und unser Gehirn kann Gelerntes oder Erlebtes erfolgreich verarbeiten. Anschließend können wir wieder neu durchstarten.

 

Ich wünsche Dir viel Freude bei Deinem zukünftigen Entspannungsprogramm. Gebe der "Lebensschale" in Deiner Work-Life-Balance eine neue Gewichtung und eine neue Qualität. Mein Vorschlag: Trage in Deinen Terminkalender jeden Tag noch einen zusätzlichen Termin ein: Dein "Zeit-für-sich-Ritual". Ein Termin mit hoher Priorität!

 

 

 

 

Stress-Symptome wahr-nehmen!


Was machen wir aber nun im direkten Umgang mit Stresssituationen? Wenn uns morgens schon die Kraft und Frische fehlt. Wenn wir uns ausgelaugt und schlapp fühlen? Unser Terminkalender ist auch an diesem Tag wieder prall gefüllt. Wir leben und arbeiten auf hohem Level und Niveau, nicht selten gefühlt am Anschlag. Unbewusst fordern wir uns im Hamsterrad sitzend noch zusätzlich selbst. Nehmen noch mehr Arbeiten an, fühlen uns häufig noch unverzichtbarer...


Ein perfektes Frühwarnsystem 

Du bist jetzt am Zuge, Deinen Akku wieder neu aufzuladen. Jetzt ist auch im Sinne unserer Arbeitskraft Pflicht, mal wieder an sich zu denken. Eine gesunde Balance herstellen ist wichtiger als ungesundes Weitermachen. Unser Körper hat ein perfektes Frühwarnsystem und sendet im Erschöpfungszustand klare Signale aus. Dieses Frühwarnsystem möchte uns langfristig vor größeren gesundheitlichen Schäden bewahren. Aber wir müssen erst wieder lernen, die Signale unseres Körpers bewusst wahr-zu-nehmen und auf Sie zu hören. 

Lerne wieder, auf Deinen Körper zu hören! Bei dauerhaft hoher Belastung reagiert der Körper mit Schwindel, Hitzewallung, Kopf- und Rückenschmerzen oder mit einem Infekt. Diesen Hinweisen können wir vertrauen. Meist sind es Signale unseres Unterbewusstseins, etwas an unserem Verhalten zu verändern. Damit ist nicht gemeint, dass wir ein Medikament einnehmen und dann das Thema vergessen. Wir müssen uns auch mit den Ursachen beschäftigen. Erkenne Deine Grenzen und versuche, mehr Leichtigkeit in Deinen Alltag zu bekommen.  

Regelmäßig gesunden Ausgleich finden

Wir sollten als erstes die Erschöpfung akzeptieren und anerkennen. Es ist nichts verkehrt an Dir und Deinem Körper. Du hast viel geleistet und geschafft und Dein Körper und Geist sehnt sich einfach nach etwas Ruhe. Wissenschaftlich erwiesen lässt die Effektivität und Kreativität unserer Arbeitsleistung im erschöpften Zustand rapide nach. Wir brauchen für die gleichen Vorgänge deutlich länger und innovative Ideen fallen uns auch nicht mehr ein.

Trotz erhöhter Anstrengung und Willenskraft erreichen wir unsere Leistungsfähigkeit nicht mehr wie gewohnt. Wenn dieser Punkt erreicht ist, wird es Zeit für eine Auszeit! Wenn möglich sofort! Ein paar Tage wegfahren und Abstand gewinnen wäre ideal. Oder plane einen baldigen Urlaub, der Dir schon jetzt Vorfreude und eine entspannte Perspektive schenkt. Zusätzlich solltest Du nach Wegen suchen, täglich zum Feierabend Deinen Stresslevel herunter zu fahren.

Mehr Harmonie und innere Ausgeglichenheit

Überlege Dir ganz individuell, was Dir jetzt gut tun würde: Ideal ist eine Kombination aus Erholung und leichter körperlicher Aktivität. Starte mit einer Massage, einem Saunabesuch oder einem erholsamen Power Napping. Individuell nach Deinem Körpergefühl und Vorlieben. Gehe raus in die Natur. Mache einen ausgedehnten Spaziergang im Park oder im Wald. Oder eine ganz entspannte Fahrradtour.

Die Kombination aus Entspannung und leichter körperlicher Aktivität sorgt für optimalen Stressabbau und schenkt Dir innere Ruhe und neue Kraft. Diese Aktivitäten sollten allerdings nicht mit neuem Leistungsanspruch verbunden sein. Ein Marathontraining starten ist damit also nicht gemeint.

Ergänze Dein Programm um noch eine passende Entspannungsübung. Ganz nach persönlichem Gusto. Du wirst ruhiger und ausgeglichener. Gleichzeitig steigert sich Deine Konzentration! Auch Deine Intuition steigert sich und Du erhältst "gratis" Lösungen für Deine Probleme.

 

 

 

Stress - wo liegen die Gründe?

Das Leben in unserer schnelllebigen Informationsgesellschaft hat sich gegenüber früheren Zeiten stark gewandelt. Früher war die Arbeitswelt deutlich körperlicher ausgerichtet. Heute konzentriert sich unsere Belastung mehr und mehr auf den Kopf. Mit entsprechenden Folgen für unsere Gesundheit und innere Ausgeglichenheit.

Bei der Frage nach dem richtigen Umgang mit dem modernen Stress müssen wir uns damit beschäftigen, wie wir unseren beanspruchten Denkapparat entlasten können. Wie wir zu einer gesunden Balance aus geistiger Anspannung und Entspannung gelangen. Unseren Alltag können wir kaum ändern, aber wir haben verschiedene Möglichkeiten, wieder mehr Leichtigkeit und Lebensfreude hineinzubringen.


Stress ist oft hausgemacht

Aktuelle Studien zeigen, dass nicht hauptsächlich unser forderndes Umfeld für unseren Stress verantwortlich ist. Die ersten Plätze auf der Ergebnisliste signalisieren uns, dass unser Stresspegel häufig hausgemacht ist. Im ersten Moment schwer zu verstehen, da wir uns der Arbeit und dem Alltag nicht selten ohnmächtig ausgesetzt fühlen.

Die meisten engagierten Menschen haben eine hohe Erwartung an sich und ihr Leben. Viel Geld verdienen, eine hohe finanzielle Sicherheit für sich und die Familie schaffen, ein Haus bauen, Karriere machen... Dazu ein perfekter Partner sein und natürlich auch in der Freizeit mit guten Ergebnissen glänzen. Ein Marathon im Leben darf es schon sein ;-) Das fordert hohen täglichen Einsatz und wir legen bereitwillig gerne noch eine Schippe drauf. Es entsteht ein Zustand gefühlten Dauerdrucks.

Dieser Umstand geht zu Lasten der Gesundheit und des persönlichen Wohlbefindens. Leichtigkeit und Lebensfreude bleiben auf der Strecke. Gesundheitliche Folgen können wir mit der modernen Medizin "breitbandmäßig" gut behandeln. Aber wir sollten auch den Ursachen unserer Beschwerden auf den Grund gehen. Unser Organismus stellt ein perfektes Frühwarnsystem dar, welches uns vor Schlimmerem bewahren möchte. Eine Erkältung, Schulter- oder Rückenschmerzen sind durchaus als Signale zu sehen. Vielleicht hatten Sie sich in letzter Zeit viele Lasten aufgebürdet.


Das richtige Maß finden

Perfektionismus ist einer der größten Zeitfresser überhaupt. Natürlich gibt es zahlreiche Tätigkeiten, die Perfektion und 100 Prozent verlangen. Prüfe anhand einer Prioritätenliste, wo es wichtig und richtig ist, 100 %igen Einsatz zu geben! Und lege fest, wo auch eine 80 %ige Lösung für ein gutes Ergebnis ausreicht. In vielen Fällen können wir mit überschaubarem Aufwand und Zeiteinsatz positive Ergebnisse erzielen, während wir für das Feintuning ein vielfaches dieser Zeit investieren. Gut ist in den meisten Fällen gut genug! 

Ein weiterer Stressgrund liegt in der Tatsache begründet, nicht NEIN sagen zu können. Natürlich können wir nicht immer unsere eigenen Vorstellungen durchsetzen, aber wir sollten bewusst abwägen, welche Aufträge und Wünsche wir von anderen annehmen. Manchmal sollten wir lieber uns selbst schützen, anstatt anderen gerecht zu werden. Geben Sie auch mal Verantwortung ab oder holen Sie sich Unterstützung. Eine Übung, die anfangs etwas Mut und selbstbewusstes Auftreten erfordert. Es lohnt sich!

Gelassenheit ist Trumpf

Legen Sie mehr Gelassenheit an den Tag! Effektive und kreative Arbeit ist unter Dauerdruck nicht möglich. Die Wissenschaft hat dies bereits umfangreich erforscht. Und wie gesagt "Gut ist häufig auch gut genug". Gesundheit und Erfolg werden es Dir gleichermaßen danken!

Entscheide Dich für ein berufliches Umfeld, das authentisch zu Dir passt und Deine persönlichen Wünsche und Werte weithingehend erfüllt. Bei dem Du Deine Stärken und persönlichen Potenziale erfolgreich zum Einsatz bringen kannst.

 

Mit Begeisterung zum Erfolg
 

Für gute und kreative Ideen brauchen wir den Zustand der Gelassenheit! Forschungsergebnisse zeigen, dass wir im Zustand von Stress und Anstrengung nicht zu innovativen Ideen fähig sind. Wir sind unter Druck nicht mit unserem inneren Wesenskern verbunden und daher auch nicht offen für freie Inspiration und Intuition.

Auch wenn wir mit zu festen Vorstellungen an eine Sache herangehen, können wir unser Gehirn nicht optimal nutzen. Wir sind in unserer Erwartung zu sehr fixiert auf das angestrebte Ergebnis und sehen dabei nicht mehr rechts und links. Oder auch mal über den Tellerrand hinaus. Oft befindet sich gerade hier die erhoffte und manchmal auch sehr überraschende Lösung. 

Echtes Interesse führt zu Leidenschaft und Begeisterung

Beim Lernen unter Druck bildet das Gehirn kaum nachhaltige Strukturen aus, die zu großen Lernerfolgen mit neuen Fähigkeiten Hoffnung geben. Es ist lt. Forscheraussage auch nicht möglich, andere über Druck zu motivieren. Eine Vorstellung, die sicherlich so Manchen aufhorchen lässt. Wahre Motivation entsteht immer nur aus echtem Interesse heraus - mit Begeisterung und Leidenschaft!

Weitere Ursachen einer gewissen Ohnmacht des Gehirns sind Angst und Unsicherheit. Wir können wir uns nur schwer konzentrieren, sind nur bedingt handlungsfähig und im zwischenmenschlichen Umgang schnell gestresst und genervt. Um das Gehirn wieder optimal ans Arbeiten zu bringen, müssen wir immer wieder zuerst in einen Zustand der Gelassenheit zurückfinden. Daher sollten wir in bestimmten Zeiten -wenn möglich- auch mal die Reißleine ziehen und uns eine kurze Auszeit gönnen. Denn Weitermachen mit noch mehr starkem Willen und Druck bringt uns nicht voran. Es fehlen Inspiration und auch Effektivität. Besser ist es, Körper und Geist jetzt etwas verdiente Ruhe zu gönnen!

Wertschätzende Führung 

Führende Hirnforscher und Mentaltrainer empfehlen Führungskräften das sogenannte Supportive Leadership. Eine fürsorgliche Haltung, die Mitarbeiter inspiriert, sich für die anstehenden neuen Arbeitsthemen zu interessieren und zu begeistern. Mit respektvoller Wertschätzung und persönlichem Interesse an jedem einzelnen im Team.

Gefragt sind Führungskräfte, die anderen Mut machen können und selbst motiviert und begeisterungsfähig sind. Es sollte in Unternehmen und Abteilungen ein Geist herrschen, der jedem einzelnen Mitglied vermittelt, wichtig zu sein und einen wertvollen Beitrag zu leisten. Inspirierend, wertschätzend und ermutigend! Die Gehirne dieser Mitarbeiter arbeiten nachweislich effektiver und kreativer! Und nicht zu vergessen, mit viel mehr Freude!

 

 

Mit Begeisterung ins hohe Alter 

Vorträge vom führenden deutschen Hirnforscher Prof. Dr. Gerald Hüther von der Universität Göttingen sind eine echte Bereicherung für Schulen und Unternehmen. Viele Erkenntnisse, wie unser Gehirn wirklich funktioniert, sind erst in der jüngeren Zeit erforscht worden. 

Um auffällig messbar etwas in unserem Kopf zu bewegen, brauchen wir beim Lernen neuer Dinge auch Leidenschaft und Begeisterung. Begeisterung produziert im Gehirn eine Art Düngemittel, das neue Verknüpfungen von Nervenzellen ermöglicht. Ein uns bekannter Dünger zur Bildung sogenannter Synapsen ist der Botenstoff Dopamin.

Power für unser Gehirn

Mit Dopamin wird unser Gehirn genährt, und zwar speziell in dem Bereich, wo auch unser inspiriertes Thema angesiedelt ist. Es entstehen neue Netze und Verbindungen im menschlichen Gehirn, die mit fortwährender Beschäftigung und wachsendem Vertrauen in die neu erworbene Fähigkeit immer stabiler werden. 

Das ist auch der Grund, weshalb Kleinkinder in kurzer Zeit so viele Lernerfolge für sich verbuchen können. Sie erfreuen und begeistern sich für alles mögliche und betrachten die Welt mit großer Offenheit und Neugier. Sogar ein Fussel auf dem Teppich kann sie längere Zeit faszinieren :-) Kinder düngen somit alle möglichen Bereiche im kindlichen Gehirn und lernen schnell hinzu. Wenn sie hinfallen, stehen sie sofort wieder auf und probieren es nochmal. 

Zum Lernen bist Du nie zu alt

Tolle Lernerfolge über neue Vernetzungen im Gehirn sind bis ins hohe Alter möglich. Wir sollten unser Leben daher in Schwung halten. Wie schon erwähnt, muss echtes Interesse zum Lernen hinzukommen, da die Synapsenbildung im Gehirn ansonsten eher suboptimal verläuft.

Die Leidenschaft eines 70jährigen, in der Volkshochschule eine fremde Sprache ohne praktische Verwendung neu zu lernen, ist sicherlich begrenzt. Anders bei einem frisch verliebten Pensionär mit der Aussicht, mit seiner ausländischen Partnerin einen wunderbaren Lebensabend in deren fernen Heimat zu verbringen. Dieser Lernprozess im Sprachkurs wird sicherlich einen gewaltigen Schub erhalten.