15 Praxistipps für mehr Gelassenheit

"Wenn Du es eilig hast, gehe langsam" Konfuzius

Gelassene Menschen wirken auf uns angenehm ruhig und souverän. Der Kopf wird nicht von Hektik und Angst geführt, sondern von Ruhe, Klarheit und Ordnung. Dinge, die sich nicht ändern lassen, werden als unveränderlich akzeptiert. Sie betrachten das große Ganze und regen sich nicht über Kleinigkeiten auf, die nicht funktionieren. 

Gelassene Menschen sind nur selten aus der Ruhe zu bringen und strahlen innere Sicherheit aus. Gerade in unserer schnelllebigen Zeit haben diese Menschen eine vertrauenswürdige Ausstrahlung auf uns.

Gelassene Personen sparen in stress- und emotionsgeladenen Situationen wertvolle mentale Kraft. Sie gehen entspannter durchs Leben und lassen sich auch von einem vollen Terminkalender nicht über die Grenzen Ihrer Belastbarkeit hinaus treiben. Frei nach dem kölschen Motto "Et hätt noch emmer joot jejange".

Der entspannte Umgang mit Stresssituationen führt zu einer inneren Sicherheit, die sich positiv auf das eigene Selbstwertgefühl auswirkt. Auch in problematischen Situationen bleiben gelassene Menschen stets handlungsfähig und lösungsorientiert. 

Vertrauen als wichtige Grundlage

Emotionale Ausbrüche erleben wir regelmäßig im Alltag. Denken Sie nur an die vielen Situationen im Straßenverkehr oder an der Kasse des Supermarktes. Den unbedachten Ausraster des Chefs, der das Problem zwar nicht löst, dafür aber die Stimmung seiner Mitarbeiter in den Keller schickt. Hitzköpfen empfehlen wir, in stressigen Situation erst einmal durchzuatmen und etwas Abstand zur Situation zu gewinnen. Oftmals erledigen sich die "Probleme" schneller als gedacht. Oder auch ganz von selbst.

Mentaltrainer empfehlen, mehr Vertrauen zu entwickeln. Vertrauen in die eigenen Stärken und Fähigkeiten. Selbstvertrauen ist ein wichtiger Schlüssel für Gelassenheit. Oder auch Vertrauen in die Hilfe anderer Menschen zu entwickeln. Wir müssen nicht alles alleine machen. Wie oft wurde uns in schwierigen Situationen plötzlich und unerwartet geholfen.

Studien zeigen, dass gelassene Menschen gesünder leben, mit sich zufriedener sind und die besseren Entscheidungen treffen. Gelassene sind als sozialer Ruhepol häufig in ihren Kreisen beliebt und in Führungspositionen erfolgreich. Sie wahren in kritischen Situationen die nötige Distanz zwischen sich und dem Problem und sind daher optimale und gern kontaktierte Problemlöser. 


Gelassenheit lässt sich trainieren - 15 Praxistipps für Dich

1. Negativer Gedankenkreisel! Sage Dir immer wieder das Signalwort Stopp und komme zurück in die gegenwärtige Situation. Ins Hier und Jetzt!

2. Suche Dir eine angenehme Arbeit oder ein geliebtes Hobby und vergesse dabei Ärger, Wut und Sorgen. In der Konzentration sind wir ruhig und die Stimmung steigt.

3. Lasse negative Erwartungen nach negativen Erfahrungen los. "Ich falle bestimmt wieder durch die Prüfung." kann zur selbsterfüllenden Prophezeiung werden. Erinnere Dich lieber an die vielen Situationen, die Du im Leben erfolgreich gemeistert hast.

4. Lasse auch die Erwartung an andere Menschen los. Diese werden oft enttäuscht. "Wer selbst viel tut und von anderen wenig erwartet, der wird wenig Kummer haben" sagt Konfuzius

5. Sei zufrieden mit dem, was Du gerade hast. Auch wenn Du noch nicht an Deinem Ziel angelangt bist. Zufriedenheit ist die Grundlage für ein glückliches und gesundes Leben. J.W. von Goethe sagte schon "Gespannte Erwartung wird selten erfüllt."

6. Nobody is perfect! Auch Du darf unperfekt sein! Perfektion ist in einigen Bereichen notwendig, in den meisten Fällen ist allerdings eher hinderlich. Ein großer Zeitfresser!

7. Lebe heute, als wäre es der einzige Tag in Deinem Leben. Was würdest Du am liebsten tun? Und genieße die Welt "noch einmal" mit allen Sinnen. Probier es aus und Dein Blick auf die Welt wird sich schlagartig ändern.

8. Besorge Dir zwei Gedanken-Schlösser. Verriegele mit einem Deine Vergangenheit und mit dem anderen die Zukunft. Viele belastende Gedanken drehen sich um Ereignisse aus unserer Vergangenheit. Lass los, Du kannst sie nicht mehr ändern. Andere Gedanken blicken sorgenvoll in die Zukunft. Diese ist allerdings ungewiss und kommt meist anders als man denkt. 

9. Frage Dich auch: Lohnt sich die Grübelei in der Vergangenheit und über die Zukunft. Übernimm anstelle Verantwortung. Der einzige Tag, an dem Du etwas ändern kannst ist heute! Unterscheide zwischen den Dingen die Du ändern kannst -gehe mutig voran- und den Dingen, die Du nicht ändern kannst -lasse sie los.

10. Trainiere Dir eine positive Grundhaltung und Lebenseinstellung an. Das Glas ist halbvoll! Negative Gedanken, die jeder Mensch hat, lassen sich wandeln, indem Du den Fokus auf etwas Positives lenkst. Schaue bei anderen Menschen nicht nur auf die negativen Eigenschaften, sondern auch auf die guten Seiten.

11. Weniger ist mehr! Häufig nehmen wir uns zu viel vor und ärgern uns dann am Abend, dass wir nicht Alles geschafft haben. Wir hecheln durch unsere to do Liste und können die einzelnen Tätigkeiten nicht mehr genießen. 

12. Nimm Abstand von Deiner Situation! Steige gedanklich auf einen Berg und schaue von oben auf Dein aktuelles Leben. Was läuft gut, was weniger. Im Hamsterrad rennend fehlt uns die nötige Distanz für eine gute Situationsanalyse.

13. Habe immer einen Plan B! Das macht Dich freier und Du hast im Kopf immer noch einen alternativen Weg, falls Dein Wunsch nicht klappt. Auch lässt es sich beim Kauf oder einem Bewerbungsgespräch wesentlich leichter verhandeln, wenn man noch ein zweites Ass im Ärmel hat.

14. Nehme Kritik nicht persönlich. Feedback und Kritik ist die subjektive Meinung eines Anderen über Deine Leistung oder Dein Verhalten. Lerne von den Richtigen und lasse ungerechtfertigte Kritik teflonmäßig abprallen. Wir können es nicht Allen recht machen. 

15. Stärke Dein Selbstvertrauen und Dein Selbstwertgefühl. "Ein Vogel hat niemals Angst davor, dass der Ast unter ihm brechen könnte. Nicht weil er dem Ast vertraut, sondern seinen eigenen Flügeln."

 

Suche Dir für den ersten Schritt 2-3 für Dich stimmige Tipps raus und starte noch heute Dein Training. Später kannst Du in Deinem Tempo weitere passende Tipps hinzunehmen. Schon nach kurzer Zeit wirst Du positive Veränderungen bemerken, die Lust machen, an dem Gelassenheits-Training dranzubleiben. 

 

  

 

7 Tipps gegen Herbstmüdigkeit 

 

Auch wenn Wetterfühligkeit und der Einfluss der Jahreszeiten nicht jeden gleich trifft, haben sie doch auf jeden Menschen ihren Einfluss. Über die Hälfte der Bevölkerung in Deutschland spüren die saisonalen Einflüsse. Doch wir können gegen Wetterfühligkeit etwas tun, um die Auswirkungen abzumildern.

Wir müssen den Körper an die Schwankungen von Luftdruck und Temperatur gewöhnen und unser Immunsystem stärken. Ärzte empfehlen deshalb Spaziergänge und Freizeitaktivitäten bei Wind und Wetter. So lernt unser Körper, sich jedem Wetter anzupassen. Neben einem aktiven Lebenswandel empfehlen Experten eine gesunde Ernährung, ausreichend Flüssigkeit und Regeneration mit genügend Schlaf. 

Sieben Erfolgstipps gegen Herbstmüdigkeit

1. Raus in die Sonne

Sonne und Lichteinfluss spielen die zentrale Rolle für unsere Herbstmüdigkeit. In der dunklen Jahreszeit sinkt die Produktion des Muntermacher-Hormons Serotonin und gleichzeitig erhöht sich im Körper die Bildung des Ruhe- und Entspannungshormons Melatonin. Wir sind einerseits entspannter, aber es fehlt an Schwung und Antriebskraft. 

2. Starte direkt nach der Arbeit

Gerade wetterfühligen Menschen fällt es schwer, sich nach Feierabend nochmals von der Couch aufzuraffen. Viele von uns schalten im Herbst von outdoor auf indoor. Plane dennoch abendliche Aktivitäten ein und starte möglichst von der Arbeit aus. So muss der innere Schweinehund nicht noch mal überwunden werden.


3. Gleichmäßigen Schlafrhythmus 

Halte Deine Einschlaf- und Aufstehzeiten möglichst konstant. Sorge für ausreichend Schlaf und eine gute Schlafqualität. Die ideale Temperatur liegt dabei zwischen 15 und 19 Grad. Das Schlafzimmer sollte möglichst eine aufgeräumte Wohlfühloase ohne Wäscheberge oder Elektrostrahlen sein. Richte es Dir behaglich ein!

4. Wellness und Wechselduschen 

Herbst und Winterzeit ist für Viele die beste Zeit für Sauna und Wellness. Schädliche Schlacken werden über die Haut ausgeschieden und die Widerstandsfähigkeit des Körpers gegen Infekte verbessert. Wechselduschen und Bürstenmassagen von den Armen und Beinen hin zum Herzen bringen zudem den Kreislauf auf trapp.

5. Natürliche Zeit für Entspannung und Ruhe

Schwinge im Rhythmus der Natur. Auch der Mensch ist Teil der Natur und darf sich zum Feierabend Ruhe und erholsame Zeiten gönnen. In der Steinzeit gab es im Winter deutlich weniger Ressourcen und der Mensch passte seine Aktivitäten entsprechend an. Ein Urinstinkt, der immer noch in uns wohnt.


6. Positiv denken und lachen

Lasse Dich vom Herbstblues nicht anstecken. Freude und Lachen sind gesund! Lachen stärkt nachhaltig unser Immunsystem, baut Stress ab und wir bekommen eine positive Ausstrahlung. Diese positive Einstellung entspannt häufig Situationen und bringt Lösungen für unsere Probleme.

7. Energiereiche Nahrung

Gesundheitsberater raten, die Nahrung an die kalte Jahreszeit anzupassen. Sie raten zu kohlenhydratreicher Kost, Vitaminen und Mineralstoffen und zusätzlich Omega-3-Fettsäuren. Gesunde Kohlenhydrate regen die Produktion des Glückshormons Serotonin an und sorgen für eine bessere Stimmung. Gesunde und energiereiche Snacks für zwischendurch sind Bananen, Nüsse, Datteln oder Feigen. 

 

 

 

Zeit-für-DICH-Rituale pflegen

"Zeit, die wir uns nehmen, ist Zeit, die uns etwas gibt." Ernst Ferstl

Das Leben besteht aus Aktivität und Ruhephasen zum Kraft tanken! Auf Anspannung sollte regelmäßige Entspannung folgen. Gönne Dir nach getaner Arbeit oder erzieltem Erfolg auch Zeiten der Entspannung. Tue Dir jeden Tag etwas Gutes! Schaffe einen verdienten Ausgleich zu den täglichen Anstrengungen. So hast Du neben der Arbeit immer noch ein "Für-mich-Thema" auf Deiner Agenda. Etwas, auf das Du Dich persönlich freuen kannst.

 

Eisessen in der Mittagspause, eine Shopping-Tour zum Feierabend, einen Besuch im Fitness-Studio, einen Montags-Kinobesuch, ein Badmintonspiel mit Kollegen, einen Spaziergang durch den Park, eine Jogging-Runde, einen Feierabend Saunabesuch, eine Massage buchen, etwas leckeres Kochen oder mal wieder etwas Spontanes mit Freunden unternehmen. Ich verspreche Dir: Am nächsten Tag gehst du deutlich motivierter zur Arbeit. Und freust Dich schon auf das nächste "Zeit-für-DICH-Ritual"!

 

Regelmäßig auftanken

 

Es ist wichtig, dass wir unter der Woche regelmäßig regenerieren und auftanken. Und uns nicht gedanklich von Wochenende zu Wochenende hangeln. Ziel sollte es sein, möglichst die gesamte Woche so zu gestalten, dass wir morgens mit Lust und voller Energie in den Tag starten. Mit kleinen täglichen "Zeit-für-DICH-Ritualen" kannst Du immer wieder entspannt runterfahren. Bewusst Abstand von der Hektik des Alltags und auch mal von Internet, Handy und E-Mails bekommen.


"Manche halten einen ausgefüllten Terminkalender für ein ausgefülltes Leben."
Gerhard Uhlenbruck

 

Eine dauerhafte Ausgeglichenheit ist deutlich effektiver, als sich nur auf den ersehnten Jahresurlaub zu konzentrieren. Der Erholungseffekt eines Urlaubs liegt nur bei 1-3 Wochen! Auf Vorrat erholen geht daher leider nur sehr begrenzt! Luftveränderung nach einer großen Anstrengung ist dennoch sehr zu empfehlen! Neue Eindrücke und frei von allen Alltagssorgen sein, ist ein probates Mittel. Anschließend können wir wieder neu durchstarten.

 

Dein täglicher Termin mit hoher Priorität

 

Ich wünsche Dir viel Freude bei Deinem zukünftigen Entspannungsprogramm. Gebe der "Lebensschale" in Deiner Work-Life-Balance eine neue Gewichtung und eine neue Qualität. Mein Vorschlag: Trage in Deinen Terminkalender jeden Tag noch einen zusätzlichen Termin ein: Dein "Zeit-für-DICH-Ritual". Ein Termin mit unterschiedlicher Länge, mal kürzer und mal länger, aber stets von hoher Priorität!

 

 

 

 

Stress-Symptome wahrnehmen!


Was machen wir aber nun im direkten Umgang mit Stresssituationen? Wenn uns morgens schon die Kraft und Frische fehlt. Wenn wir uns ausgelaugt und schlapp fühlen? Unser Terminkalender ist auch an diesem Tag wieder prall gefüllt...


Unser perfektes Frühwarnsystem 

Du bist jetzt am Zuge, Deinen Akku wieder neu aufzuladen. Jetzt ist auch im Sinne unserer Arbeitskraft Pflicht, mal wieder an sich zu denken. Eine gesunde Balance herstellen ist wichtiger als ungesundes Weitermachen. Unser Körper hat ein perfektes Frühwarnsystem und sendet im Erschöpfungszustand klare Signale aus. Dieses Frühwarnsystem möchte uns langfristig vor größeren gesundheitlichen Schäden bewahren. Aber wir müssen erst wieder lernen, die Signale unseres Körpers bewusst wahr-zu-nehmen und auf Sie zu hören. 

Lerne wieder, auf Deinen Körper zu hören! Bei dauerhaft hoher Belastung reagiert der Körper mit Schwindel, Hitzewallung, Kopf- und Rückenschmerzen oder mit einem Infekt. Diesen Hinweisen können wir vertrauen. Meist sind es Signale unseres Unterbewusstseins, etwas an unserem Verhalten zu verändern. Damit ist nicht gemeint, dass wir ein Medikament einnehmen und dann das Thema vergessen. Wir müssen uns auch mit den Ursachen beschäftigen. Erkenne Deine Grenzen und versuche, mehr Leichtigkeit in Deinen Alltag zu bekommen.  

Regelmäßig gesunden Ausgleich finden

Wir sollten als erstes die Erschöpfung akzeptieren und anerkennen. Es ist nichts verkehrt an Dir und Deinem Körper. Du hast viel geleistet und geschafft und Dein Körper und Geist sehnt sich einfach nach etwas Ruhe. Wissenschaftlich erwiesen lässt die Effektivität und Kreativität unserer Arbeitsleistung im erschöpften Zustand rapide nach. Wir brauchen für die gleichen Vorgänge deutlich länger und innovative Ideen fallen uns auch nicht mehr ein.

Trotz erhöhter Anstrengung und Willenskraft erreichen wir unsere Leistungsfähigkeit nicht mehr wie gewohnt. Wenn dieser Punkt erreicht ist, wird es Zeit für eine Auszeit! Wenn möglich sofort! Ein paar Tage wegfahren und Abstand gewinnen wäre ideal. Oder plane einen baldigen Urlaub, der Dir schon jetzt Vorfreude und eine entspannte Perspektive schenkt. Zusätzlich solltest Du nach Wegen suchen, täglich zum Feierabend Deinen Stresslevel herunter zu fahren.

Mehr Harmonie und innere Ausgeglichenheit

Überlege Dir ganz individuell, was Dir jetzt gut tun würde: Ideal ist eine Kombination aus Erholung und leichter körperlicher Aktivität. Starte mit einer Massage, einem Saunabesuch oder einem erholsamen Power Napping. Individuell nach Deinem Körpergefühl und Vorlieben. Gehe raus in die Natur. Mache einen ausgedehnten Spaziergang im Park oder im Wald. Oder eine ganz entspannte Fahrradtour.

Die Kombination aus Entspannung und leichter körperlicher Aktivität sorgt für optimalen Stressabbau und schenkt Dir innere Ruhe und neue Kraft. Diese Aktivitäten sollten allerdings nicht mit neuem Leistungsanspruch verbunden sein. Ein Marathontraining starten ist damit also nicht gemeint.

Ergänze Dein Programm um noch eine passende Entspannungsübung. Ganz nach persönlichem Gusto. Du wirst ruhiger und ausgeglichener. Gleichzeitig steigert sich Deine Konzentration! Auch Deine Intuition steigert sich und Du erhältst "gratis" Lösungen für Deine Probleme. Probier es einmal aus!