Respekt ist viel mehr

 

Respekt begegnen wir jeden Tag, zu hause, bei der Arbeit, im ganz normalen Alltag. Zum Ausdruck der Anerkennung nehmen wir häufig auch das Wort "Respekt" in den Mund. Studien zufolge rangiert Respekt am Arbeitsplatz auf der Wunschliste der Mitarbeiter an einen Arbeitgeber an zweiter Stelle. Lediglich geschlagen von einer "sinnvollen und interessanten Tätigkeit" und noch vor guter Bezahlung, sozialer Sicherheit und Karrieremöglichkeiten.

Respekt schenkt uns Wertschätzung und Anerkennung. Steigert unseren Mut und unser Selbstbewusstsein. Macht zufrieden und glücklich. Respekt hilft uns, erfolgreicher zu werden und den Alltag konfliktärmer und entspannter zu erleben. Deshalb ist Respekt auch gesetzlich geregelt. Im Artikel 1 des Grundgesetzes: "Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt." 

Das Wort Respekt stammt vom lateinischen "respicere" ab und bedeutet übersetzt berücksichtigen, beachten und zurückschauen. Aus dieser Übersetzung lassen sich folgende Begriffe ableiten, die uns Respekt mit seinen Facetten näher bringen.

1. Rücksicht: Wir können lernen, rücksichtsvoll gegenüber anderen Menschen, anderen Lebewesen und gegenüber der Natur zu sein. Rücksichtsvolle zwischenmenschliche Begegnungen zu pflegen. Oder auch rücksichtsvoll mit öffentlichen Gegenständen umzugehen, damit andere Menschen nach uns auch noch Spaß daran haben.

2. Achtung: Andere Menschen zu achten bedeutet die würdevolle Anerkennung und Wertschätzung des Menschen als wertvolles Wesen, unabhängig von seiner Leistung. Achtung drückt eine persönliche Grundeinstellung, eine charakterliche Haltung gegenüber anderen aus. 

3. Achtsam leben: Achtsamkeit ist eine besondere Form der Aufmerksamkeit und der Präsenz mit allen Sinnen. Ein achtsames Leben führt uns zu einem bewussteren Leben im Hier und Jetzt. Mit mehr Klarheit, einer gesteigerten Wahrnehmung und einem besseren Miteinander.

4. Schauen: ... einfach nur sehen und wahrnehmen, was gerade passiert. Ohne Kategorisierung, ohne Wertung! Wir müssen erst wieder lernen, unsere Sinne zu nutzen, ohne mit unserem Gedanken eine sofortige Einschätzung vorzunehmen. Das war richtig oder falsch, gut oder schlecht...

5. Zurückschauen: Wir können respektvoll zurückschauen auf die Lebensgeschichte oder das Lebenswerk eines Menschen. 

 

Respekt im Alltag

Respekt ist wichtig und regelt unsere zwischenmenschlichen Beziehungen und unser gesellschaftliches Miteinander. Entscheidend ist eine respektvolle Achtung der Individualität und Andersartigkeit unserer Mitmenschen. Jeder sieht die Welt aus der Sicht seiner gelebten Werte. Treffen wir auf jemanden, der die Dinge anders sieht, ärgern wir uns häufig. Dabei können wir erst durch unsere Verschiedenartigkeit lernen. Adenauer sagte hierzu mit kölschem Humor: "Nehmen wir die Menschen, wie sie sind. Andere gibt's nicht."

Ein anderer Spruch, dem wir täglich begegnen ist "Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus!" Das Leben ist praktisch ein Spiegel. Freundlichkeit wird in den allermeisten Fällen auch mit Freundlichkeit beantwortet und ein herzhaftes Lachen ist nahezu ansteckend. Andererseits brauchen wir uns nicht zu wundern, wenn das Herauslassen unserer eigenen schlechten Laune auch beim Gegenüber keine Begeisterung hervorruft.

Ihnen ist sicherlich auch der Ausspruch "Respekt muss man sich verdienen" bekannt. Es bedeutet, dass wir aufrichtigen Respekt nicht von anderen einfordern können. Wir erhalten ihn freiwillig! Respekt ist vergänglich und muss täglich neu praktiziert werden. Aufrichtiger Respekt ist niemals einseitig, sondern beruht stets auf Gegenseitigkeit.

Und noch einen letzten Spruch möchte ich Ihnen vorstellen. "Alle wollen Respekt haben, aber nicht jeder ist bereit, Respekt auch zu geben". 

Wo wir überall im Alltag auf Respekt und natürlich auch Respektlosigkeiten stoßen, stelle ich Ihnen im nächsten Beitrag vor. Und natürlich auch, wie respektvolles Verhalten im Einzelnen aussehen kann. Im Workshop finden unsere Teilnehmer immer neue spannende Situationen und wir diskutieren dann, wie man sich am besten in solchen Situation verhält.

 

 

 

Schritte zur Gelassenheit 

Wie wir in bestimmten Situationen reagieren, hängt sicherlich von vielen Faktoren ab. Von unserer Mentalität, der konfrontierten Situation, der gegenwärtigen Laune oder unserem jeweiligen Entspannungsgrad. 

Was können wir konkret tun, um in einer Stresssituation nicht von unserer Wut übermannt zu werden? Ein Beispiel: Sie sind morgens spät dran und denken sich: Wenn ich gut durch den Verkehr komme, bin ich gerade noch pünktlich im Meeting. Aber vor Ihnen blockiert der Müllwagen die Straße und die Männer sammeln in aller Seelenruhe die Mülleimer ein. Das innere Fass läuft über...!

 

Atmen Sie durch

Die Situation ist ärgerlich, keine Frage! Deshalb sortieren Sie sich erst einmal und gewinnen Sie Distanz zu dem "Film", der gerade vor Ihnen abläuft. Zählen Sie langsam bis zehn und atmen Sie dabei tief durch. Wenn Sie schnell erregbar sind, machen Sie gedanklich einen Schritt zur Seite.

Die Situation wahrnehmen

Fragen Sie sich: Kann ich an der Situation aktiv etwas ändern? Wenn nicht, dann sollten Sie diese gelassen akzeptieren. Ist das Geschehene wirklich so schlimm? Hat es irgendwelche Folgen für mich? Meist ist der Ärger größer als die Auswirkungen. Kann Ärger oder der Wutausbruch die Situation für mich verbessern? Wahrscheinlich nicht! Dampf ablassen kann im ersten Moment erleichternd sein, führt anhaltend aber nur zu einer Verschlechterung Ihrer Laune. 

Es gibt Dinge im Leben, die lassen sich ändern und andere, die lassen sich nicht ändern. Diese gilt es zu erkennen und zu unterscheiden. Beherzigen Sie das Motto: "Love it, change it or leave it!" und zeigen Sie selbst Veränderungsbereitschaft. Unveränderliche Gegebenheiten sollten wir akzeptieren und keine großen Emotionen und Energien verschwenden. 

Angemessen reagieren

Sie haben es selbst in der Hand, wie Sie reagieren! Ob Sie aus der Haut fahren oder ruhig und gelassen bleiben. Halten Sie Ihre Gefühle weitestgehend unter Kontrolle und schenken Sie der Situation ein Lächeln. Ein inneres Lächeln kann sehr entkrampfend wirken! Schalten Sie entspannte Musik an oder schließen Sie kurz die Augen. Schauen Sie in unserem Beispiel dem Szenario zu und gewinnen Sie der Ruhe und Gelassenheit der Straßenreiniger etwas Positives ab. 

Passende Sprache wählen

Wenn Sie sich in einer Wutsituation verbal äußern, übertreiben Sie nicht und wählen Sie keine XXL Sprache. Nach dem Motto: "Sie sind wirklich die langsamsten Arbeiter der ganzen Stadt". Verbale Entgleisungen sind in der Regel unangemessen und bringen uns höchstens noch zusätzlichen Ärger ein! Lassen Sie die Kirche im Dorf und machen Sie nicht andere für Ihre Situation verantwortlich!  

Bleiben Sie souverän! 

Wenn Sie sich in einer Stresssituation von einer anderen Person angegriffen fühlen, ziehen Sie für sich Grenzen und schützen Sie sich in ruhigem Ton! Holen Sie nicht zum verbalen Gegenschlag aus! Reagieren Sie gelassen oder auch schlagfertig humorvoll! Sollten Sie sich überfordert fühlen, verlassen Sie im Zweifel den Ort des Geschehens. Der Klügere gibt nach! Auch hier ist Schweigen meistens Gold und verschafft Ihnen mehr Respekt als ein emotionales Wortgefecht. Konfuzius sagte hierzu: „Wenn die Wut wächst, denke an die Konsequenzen“. 

 

5 Schritte zur Gelassenheit

1. Sorgen Sie für Ihr inneres Gleichgewicht für einen aktiven Stressabbau! Atmen Sie bewusst tief ein und aus und konzentrieren Sie sich nur aus Ihren Atem. 

2. Reden Sie mit einem vertrauten Menschen über die Stresssituation und verarbeiten Sie den Stress in einem Gespräch. Vielleicht bekommen Sie so noch eine andere Sicht auf das Ereignis! Im persönlichen Gespräch können Sie Erlebtes verarbeiten und anschließend loslassen.

3. Trinken Sie Wasser! Flüssigkeit fördert die Entspannung und bringt innere Ruhe! Trinken ist ein hervorragendes Unterstützer für mehr Gelassenheit.

4. Bewegen Sie sich oder treiben Sie Sport! Gehen Sie eine kurze Runde um den Block oder nehmen Sie statt des Aufzugs die Treppe! Gönnen Sie sich nach Feierabend ein knackiges Workout. Kontrolliert Dampf ablassen und auf gesunde Art wieder in Balance kommen.

5. Wem nicht nach auspowern zumute ist, kann auch mit Entspannung zur Gelassenheit zurückfinden. Entspannen Sie bei einem heißen Bad, einem schönen Saunabesuch oder einer wohltuenden Massage.

 

Jetzt haben Sie einige Werkzeuge für mehr Gelassenheit an der Hand. Testen Sie diese und finden Sie Ihren persönlichen Weg für mehr Ruhe und Gelassenheit! Ich wünsche Ihnen viel Erfolg! Hier habe ich noch ein schönes Motto zum Thema! Viel Spaß beim Ansehen!

 

Richtiger Umgang mit Kritik

Kennen Sie das? Sie kommen morgens gut gelaunt ins Büro und werden direkt vom Kollegen auf dem Flur angefahren, dass das Verhalten gestern im Meeting ja wohl völlig neben der Spur gewesen sei. Sie selbst verstehen die Welt nicht mehr, denn Sie können die Meinung Ihres Kritikers überhaupt nicht teilen. Trotzdem ist Ihre gute Laune jetzt im Keller und der Kritikstachel sitzt tief.

Sie fragen sich vielleicht: Wie kann ich gelassener mit der Situation umgehen, damit mich die Kritik nicht so tief trifft? Sieben Praxistipps, damit Ihre gute Laune zukünftig weniger stark beeinflusst wird:

1. Kritik ist niemals objektiv!

Kritik ist immer eine persönliche Meinung und niemals objektiv! Kritik kann aus Angst vor eigenen Nachteilen oder aus schlechter Stimmung heraus geäußert werden. Oder einfach, weil der andere eine andere Sichtweise oder einen anderen Geschmack hat.

2. Hören Sie die Sachinformation!

In aller Regel ist Kritik eine subjektive Meinung über ein Verhalten. Konzentrieren Sie sich allein die Sachaussage Ihres Kritikers und fragen Sie sich möglichst emotionslos: Ist da was dran? Kann ich von den Worten meines Gegenübers etwas lernen? 

3. Nicht persönlich nehmen!

Nehmen Sie Kritik nicht persönlich! Nehmen Sie emotional einen gesunden Abstand von den Worten. So werden weniger stark berührt. Das ist leichter gesagt als getan, aber Sie können sich diese Fähigkeit antrainieren.

Beispiel: Wenn Ihr Service einmal nicht für gut empfunden wurde, ist dies lediglich eine subjektive Meinung, wie jemand die Leistung empfunden hat. Geschmäcker sind schließlich unterschiedlich. Die Kritik sagt nichts über Ihre allgemeinen Fähigkeiten und Sie persönlich als Mensch aus.

4. Ausnahmen bestätigen die Regel!

Selbst bei einem persönlichen Angriff haben Sie es selbst in der Hand, wie Sie damit umgehen. Als Kränkung oder Demütigung oder lediglich als Meinung eines anderen. Gehen Sie selbst nicht zu hart mit sich ins Gericht. Schützen Sie Ihr Selbstwertgefühl!

5. Ziehen Sie sich nicht jede Kritik an!

Nicht jede Kritik, die Sie sich anhören dürfen, ist konstruktiv und kompetent. Oftmals ist sie völlig unnötig oder der Kritiker selbst hat ein eigenes Problem aufzuarbeiten. Entscheiden Sie selbst, welche Kritik Sie annehmen möchten und welche nicht. 

 6. Keine Rechtfertigung, keine Verteidigung, keine Diskussion!

Hören Sie sich die Kritik Ihres Gegenübers in Ruhe an und starten Sie keinen verbalen Gegenschlag. Atmen Sie ruhig durch! Beenden Sie das Gespräch mit einem: "Danke für den Hinweis." oder "Danke, Sie haben recht." Zeigen Sie Gelassenheit, Humor und emotionale Stärke! Sie werden über die Reaktion Ihres Kritikers erstaunt sein ;)

7. Konstruktive Kritik ist viel wert!

Konstruktive Kritik nahestehender Menschen oder Hinweise von Experten sind äußerst wertvoll! Sie können davon lernen und Ihre Leistung verbessern! Lerne von den Könnern und lasse Dich gerne von jemandem kritisieren, der es besser weiß. Leider wollen die meisten von uns lieber von den Falschen gelobt als von den Richtigen kritisiert werden.

 

Wenn Sie regelmäßig mit Kritik und Feedback zu tun haben, dann sollten Sie sich einen souveränen Umgang damit antrainieren!

 

Den inneren Kritiker verstummen lassen

Werfen Sie Ihren inneren Kritiker raus! Installieren Sie anstelle ein mutmachendes und inspirierendes "Ratgeberteam" in Ihrem Kopf! Das kann ein Freund, ein Elternteil, der Partner oder fachkundiger Experte sein. Menschen mit einer guten Meinung über Sie!

Dieses virtuelle Dreamteam schaut auf Ihre Stärken und Ihre großartigen Fähigkeiten. Wenn sich der innere Kritiker meldet, fragen Sie sich: Was würde mein kompetentes Ratgeberteam dazu sagen? Welche Meinung haben meine persönlichen Fürsprecher?

Der innere Kritiker zieht Sie runter, Ihr kompetentes Dreamteam baut Sie auf!

Unabhängiger von der Anerkennung anderer machen!

Zustimmung, Lob und Beifall tun uns allen gut! Aber bewerten Sie diese nicht über! Neutrale Betrachtungen können manchmal mit weniger Falltiefe ausgestattet sein.


Trainieren Sie sich innerlich stark!

Sehen Sie Kritik als etwas völlig Normales an. Als belebenden Teil des Business, der Schwung ins Leben bringt und Ihnen wertvolle neue Erkenntnisse schenkt.

Seien Sie auf abwertende Kritik vorbereitet!
So werden Sie emotional nicht auf dem falschen Fuß erwischt und können kritische Worte mit einem Lächeln entgegennehmen ☺

Jemand, der souverän und gelassen mit jeder Form von Kritik umgeht, zeigt innere Stärke und hohe emotionale Intelligenz. Das verschafft Ihnen wertvolle Pluspunkte! 

 

 

Stressfrei mit Gelassenheit

 "Wenn Du es eilig hast, gehe langsam" Konfuzius

Gelassene Menschen wirken auf uns angenehm ruhig und souverän. Der Kopf wird nicht von Hektik und Angst geführt, sondern von Ruhe, Klarheit und Ordnung. Dinge, die sich nicht ändern lassen, werden als unveränderlich akzeptiert. Sie betrachten das große Ganze und regen sich nicht über Kleinigkeiten auf, die nicht funktionieren. 

Gelassene Menschen sind nur selten aus der Ruhe zu bringen und strahlen innere Sicherheit aus. Gerade in unserer schnelllebigen Zeit haben diese Menschen eine vertrauenswürdige Ausstrahlung auf uns.

Gelassene Personen sparen in stress- und emotionsgeladenen Situationen wertvolle mentale Kraft. Sie gehen entspannter durchs Leben und lassen sich auch von einem vollen Terminkalender nicht über die Grenzen Ihrer Belastbarkeit hinaus treiben. Frei nach dem kölschen Motto "Et hätt noch emmer joot jejange".

Der entspannte Umgang mit Stresssituationen führt zu einer inneren Sicherheit, die sich positiv auf das eigene Selbstwertgefühl auswirkt. Auch in problematischen Situationen bleiben gelassene Menschen stets handlungsfähig und lösungsorientiert. 

"Probier's mal mit Gemütlichkeit"

Emotionale Ausbrüche erleben wir regelmäßig im Alltag. Denken Sie nur an die vielen Situationen im Straßenverkehr, wo die Hupe von vielen wichtigster Begleiter ist. Oder an den unbedachten Ausraster des Chefs, der das Problem zwar nicht löst, dafür aber die Stimmung seiner Mitarbeiter in den Keller schickt. Hitzköpfen empfehlen wir, in stressigen Situation erst einmal durchzuatmen und etwas Abstand zur Situation zu gewinnen. Oftmals erledigen sich die "Probleme" schneller als gedacht. 

Gelassenheit ist eine Sache, die sich maßgeblich im Kopf abspielt. Sie ist eine Frage unserer inneren Einstellung und generellen Haltung. Entscheiden Sie, ob der klare Verstand oder Ihre Emotionen die Oberhand in Stresssituationen behalten sollen. Sparen Sie Ihre mentale Energie lieber für konstruktive Lösungen, anstatt sich unnötig emotional zu belasten. 

Vertrauen entwickeln - gelassen reagieren!

Mentaltrainer empfehlen, mehr Vertrauen zu entwickeln. Vertrauen ins Leben und in die eigenen Fähigkeiten. Vertrauen heißt, sich auch mal Pausen zu gönnen und sich nicht zu überfordern. Vertrauen ist ein wichtiger Schlüssel zu mehr Gelassenheit.

Studien zeigen, dass gelassene Menschen gesünder leben, mit sich zufriedener sind und die besseren Entscheidungen treffen. Gelassene sind als sozialer Ruhepol häufig in ihren Kreisen beliebt und in Führungspositionen erfolgreich. Sie wahren in kritischen Situationen die nötige Distanz zwischen sich und dem Problem und sind daher optimale und gern kontaktierte Problemlöser. 

 

 

7 Tipps gegen Herbstmüdigkeit 

 

Auch wenn Wetterfühligkeit und der Einfluss der Jahreszeiten nicht jeden gleich trifft, haben sie doch auf jeden Menschen ihren Einfluss. Über die Hälfte der Bevölkerung in Deutschland spüren die saisonalen Einflüsse. Doch wir können gegen Wetterfühligkeit etwas tun, um die Auswirkungen abzumildern.

Wir müssen den Körper an die Schwankungen von Luftdruck und Temperatur gewöhnen und unser Immunsystem stärken. Ärzte empfehlen deshalb Spaziergänge und Freizeitaktivitäten bei Wind und Wetter. So lernt unser Körper, sich jedem Wetter anzupassen. Neben einem aktiven Lebenswandel empfehlen Experten eine gesunde Ernährung, ausreichend Flüssigkeit und Regeneration mit genügend Schlaf. 

Wenn Sie dennoch die Herbstmüdigkeit überkommen hat, habe ich einen 7 Punkte Aktionsplan für Sie zusammengestellt.

 

1. Raus in die Sonne

Sonne und Lichteinfluss spielen die zentrale Rolle für unsere Herbstmüdigkeit. In der dunklen Jahreszeit sinkt die Produktion des Muntermacher-Hormons Serotonin und gleichzeitig erhöht sich im Körper die Bildung des Ruhe- und Entspannungshormons Melatonin. Wir sind einerseits entspannter, aber es fehlt an Schwung und Antriebskraft. 

Machen Sie mindestens jeden zweiten Tag einen ausgedehnten Spaziergang an der frischen Luft. Nutzen Sie dabei möglichst die Mittagssonne mit der höchsten Intensität. So regen Sie die Serotonin-Produktion im Körper an. Während die Helligkeit bei einem Aufenthalt drinnen ca. 500 Lux beträgt, reicht der Wert in der Herbstsonne bis zu 20.000 Lux. Ein sonniger Wintertag hat immer noch 10.000 Lux und sogar ein bedeckter Himmel bringt es immerhin auf 5.000 Lux. Mein wichtigster Tipp an Sie: Gehen Sie regelmäßig raus an die frische Luft!

Das Solarium leistet hier keinen Ersatz. Für die Bräune erhalten wir dort vor allem UVA Strahlen, während wir für unser Wohlbefinden und die Serotonin-Produktion UVB Strahlen benötigen. Die Sonne schenkt uns beide Strahlen. 

2. Starte direkt nach der Arbeit

Gerade wetterfühligen Menschen fällt es schwer, sich nach Feierabend nochmals von der Couch aufzuraffen. Viele von uns schalten im Herbst von outdoor auf indoor. Planen Sie dennoch abendliche Aktivitäten ein und starten Sie sofort von der Arbeit aus. So bleibt der der Puls hoch und der innere Schweinehund muss nicht noch mal überwunden werden.


3. Gleichmäßigen Schlafrhythmus 

Halten Sie Einschlaf- und Aufstehzeiten möglichst gleich. Sorgen Sie für ausreichend Schlaf und eine gute Schlafqualität. Das Schlafzimmer sollte eine aufgeräumte Wohlfühloase ohne Wäscheberge, Bügelbrett, TV oder Handystrahlen sein. Richten Sie es  sich behaglich ein!

4. Wechselduschen und Wellness

Durch den Wechsel aus kaltem und heißem Wasser werden Kreislauf und die Körperabwehrkräfte aktiviert. Herbst und Winterzeit ist auch die beste Zeit für Sauna und Wellness. Schädliche Schlacken werden über die Haut ausgeschieden und die Widerstandsfähigkeit des Körpers gegen Infekte verbessert. Für viele Menschen ist ein Saunabesuch zudem eine großartige Zeit der Erholung! 

5. Natürliche Zeit für Entspannung und Ruhe

Schwinge im Rhythmus der Natur. Während im Sommer die Vegetation auf Hochtouren läuft, wird sie im Herbst langsamer und die Naturkräfte ziehen sich in den Boden oder in die Stämme zurück. Auch der Mensch ist Teil der Natur und darf sich zum Feierabend Ruhe und erholsame Zeiten gönnen. In der Steinzeit gab es im Winter deutlich weniger Ressourcen und der Mensch passte seine Aktivitäten entsprechend an. Ein Urinstinkt, der immer noch in uns wohnt.


6. Positiv denken und lachen

Lassen Sie sich vom Herbstblues nicht anstecken. Freude und Lachen sind gesund! Lachen stärkt nachhaltig unser Immunsystem, baut Stress ab und wir bekommen eine positive Ausstrahlung. Diese positive Einstellung entspannt häufig Situationen und bringt Lösungen für unsere Probleme.

7. Energiereiche Nahrung für gute Laune

Gesundheitsberater raten, die Nahrung an die kalte Jahreszeit anzupassen. Sie raten zu kohlenhydratreicher Kost, ausreichend Vitaminen und Mineralstoffen und zusätzlich Omega-3-Fettsäuren. Gesunde Kohlenhydrate in Vollkornprodukten, Reis, Kartoffeln oder Nudeln regen die Produktion des Glückshormons Serotonin an und sorgen für eine bessere Stimmung. Auch in Schokolade steckt übrigens ein solcher Stoff, was auch das steigende Verlangen nach Schokolade im Winter erklärt. 

Omega-3-Fettsäuren steigern unter anderem die körpereigenen Abwehrkräfte und schützen vor Infekten. Sie sind vor allem in Fisch, Nüssen und guten Speiseölen, wie Rapsöl zu finden. Gesunde und energiereiche Snacks für zwischendurch sind Bananen, Nüsse oder Feigen. Achten Sie zudem bei Heizungsluft auf regelmäßiges Trinken.

Ich wünsche Ihnen viel Spaß bei der Umsetzung. Kommen Sie gut durch den Herbst!