Single-Tasking oder Multitasking?

 

Eine kleine Geschichte aus dem alten China. Ein Vater bekommt Besuch von seinem Sohn. Während der Sohn gehetzt und erschöpft wirkt, sitzt der Vater entspannt vor seinem Haus und genießt die Sonne. Der Sohn fragt ihn: "Vater, wie schaffst Du es, immer so ruhig und ausgeglichen zu sein?" Der Vater antwortet: "Ganz einfach, mein Sohn! Wenn ich schlafe, dann schlafe ich. Wenn ich esse, dann esse ich! Wenn ich zur Arbeit fahre, dann fahre ich zur Arbeit. Und wenn ich arbeite, dann arbeite ich. Und wenn ich mich dann am Feierabend ausruhe, dann ruhe ich mich aus!

"Aber das mache ich doch auch!" erwidert der Sohn erstaunt. Der Vater sieht ihn prüfend an und erwidert: "Nein, Du machst es etwas anders!" Wenn Du schläfst, denkst Du schon ans Aufstehen. Beim Frühstück denkst Du schon an den Weg zur Arbeit. Auf dem Weg zur Arbeit, bist Du gedanklich schon am Arbeitsplatz. Bei der Arbeit organisierst Du im Kopf schon den Nachmittag oder bist Du gedanklich bereits beim Feierabend! Mit erstaunten Augen hält der Sohn inne und antwortet nach einer Pause: "Vater, ich glaube Du hast recht!" 

Wir lernen aus der Geschichte, dass wir gedanklich nur selten im jetzigen Moment leben! Wir sind meistens schon einen Schritt weiter. Viele Ereignisse und Chancen, die sich uns vor unseren Augen bieten, nehmen wir nicht wahr! Wir sehen sie nicht und können sie auch nicht genießen.

 

Multitasking bestimmt unseren Alltag

In unserer schnelllebigen und hochtechnisierten Zeit gilt Multitasking als Schlüssel für Effektivität und Tatkraft! Wir versuchen möglichst viele Aufgaben gleichzeitig zu erledigen. So erleben sich viele Menschen zum Feierabend mit einem Pizzakarton, Laptop und Handy vor dem Fernseher. Noch schnell die letzten beruflichen Mails checken und beantworten, mit What's app den privaten Abend planen und dabei die Lieblingsserie schauen. Das Thema Essen wird dabei gleich mit erledigt. Was wir genau gegessen haben??? Keine Ahnung, hab nicht so genau hingeschaut! Möglichst viele Fliegen mit einer Klappe schlagen! Das macht uns glücklich, effektiv und erfolgreich...?

 

Oder etwa doch nicht...? Die moderne Forschung deckt auf

Gehirnforscher haben festgestellt, neurobiologisch gibt es gar kein Multitasking! Nicht von Männern und auch nicht von Frauen. Das Gehirn kann sich nur auf eine! komplexe Tätigkeit konzentrieren. Allerdings kann unser modernes Gehirn sehr schnell zwischen unterschiedlichen Tätigkeiten hin und herspringen. Multitasking lässt sich sogar üben, so dass die Sprünge im Gehirn zwischen den Aufgaben immer kürzer werden.

Wenn wir telefonieren und gleichzeitig eine E-Mail schreiben, sind wir mit unserer Aufmerksamkeit tatsächlich immer nur bei einer der beiden Tätigkeiten. Wir tun nicht wirklich beides zur selben Zeit. Das Ergebnis: Unterm Strich bekommen wir auch nur die Hälfte mit. 

Dabei gilt es zu erwähnen, dass häufig eine gewohnte Tätigkeit - wie beispielsweise laufen oder bügeln - automatisch und unbewusst in einer Routine abläuft, während wir uns auf ein Telefonat oder ein Gespräch konzentrieren.

 

Gibt es in unserem modernen Leben überhaupt eine Alternative?

Diese Frage kann nur jeder selbst für sich beantworten. Fest steht: Wir laufen zur Höchstleistung und zu wirklicher kreativer Schaffenskraft auf, wenn wir uns zu 100 Prozent einer Sache widmen können.

Multitasking soll unsere Effektivität und Produktivität steigern. Tatsächlich führt die gleichzeitige Erledigung mehrerer Aufgaben zu einem erheblichen Konzentrations- und Leistungsverlust. Multitasking ist anstrengend und fordert viel Nervenkraft!

Aktuelle Tests und Studien beweisen:

  • die Qualität der Leistung sinkt
  • die Fehlerquote steigt signifikant an
  • Kreativität ist beim Multitasking kaum möglich
  • wir brennen schneller aus
  • wir wirken auf andere nervös, fahrig und gestresst

Fragen Sie sich mal selbst. Wie wirkt ein gestresster Mensch auf Sie? Haben Sie den Eindruck, dass dieser Mensch besser, schneller und zuverlässiger seine Arbeit erledigt?

In einem Test sollten Autofahrer beim Fahren telefonieren und gleichzeitig auch noch eine SMS schreiben. Die Konzentration sank bei allen Beteiligten um mindestens 40 Prozent. Gleichzeitig stiegen Stresslevel und das Unfallrisiko stark an. Die Fehlerquote stieg auf Werte eines stark angetrunkenen Fahrers mit einem Wert von 0,8 Promille.

Eine weitere Multitasking Studie unter Hochbegabten der Harvard Universität brachte ebenfalls ernüchternde Ergebnisse. Die Intelligenz dieser Leistungsträger sank bei gleichzeitiger Erledigung mehrerer Aufgaben auf das Niveau eines Achtjährigen.

 

Machen Sie für sich einen Check!

Nutzen Sie eine To-do Liste oder einen Zeitplan für Ihre Arbeit und konzentrieren Sie sich möglichst häufig nur auf eine Aufgabe. Wenn Sie die Prioritäten während der Erledigung einer Sache ändern müssen, unterbrechen Sie diese Tätigkeit an geeigneter Stelle und beschäftigen Sie sich dann vollständig mit der neuen Aufgabe.

Manche Aufgaben - die nicht oberste Wichtigkeit und Dringlichkeit besitzen - lassen sich bündeln. So können beispielsweise die Belege für die Buchhaltung gesammelt und dann in einem Schwung bearbeitet werden. Ebenso können Sie überlegen, ob das permanente Checken der E-Mails über den Tag und über das Handy sein muss, oder ob zwei bis drei Checks am Tag nicht auch ausreichen! Manche gönnen sich auch mal eine handyfreie Zeit am Tag, um dem Kopf eine verdiente Auszeit zu gönnen.

Die Frage der Organisation des Tages ist sicherlich eine der schwierigsten überhaupt. Im Hamsterrad sitzend haben wir zudem den Eindruck, dass wir die Dinge selbst gar nicht in der eigenen Hand haben. Daher meine Empfehlung: Schauen Sie, welche Themen Sie beeinflussen können und ob Sie daran etwas ändern oder optimieren wollen. Mit Rücksicht auf unsere Gesundheit eine sehr lohnenswerte Betrachtung!   

 

 

 

Respekt in Beruf und Alltag

Was Du nicht willst, das man Dir tu, das füg auch keinem anderen zu

 

Wir treffen täglich an unterschiedlichsten Situationen auf Respekt und somit auch auf Respektlosigkeiten. Familientreffen sind für viele Menschen eine Herausforderung, da häufig sehr unterschiedliche Charaktere einen Familienverbund bilden. Respekt beginnt schon im Kindheitsalter in der Schule oder unter Freunden. 

Im Straßenverkehr und in öffentlichen Bussen und Bahnen treffen wir regelmäßig auf respektvollen und auch auf respektlosen Umgang. Wer lässt wen zuerst aus- und einsteigen, wer bietet wem einen freien Platz an - oder blockiert diesen lieber mit seiner Tasche ;-) Wie achtsam gehe ich durch den Bus oder das Zugabteil?

Wie ist mein Verhalten gegenüber älteren und behinderten Menschen? Natürlich fällt vielen von uns auch die eine oder andere Situation im Auto ein... drängeln, hupen und schimpfen gehört für viele Autofahrer zum ganz normalen Ton dazu. Ohne Rücksicht darauf zu nehmen, dass andere Verkehrsteilnehmer massiv darunter leiden.

Es gibt viele weitere Situation, wo wir auf Respekt stoßen ... an der Kasse, beim Sport, gegenüber Tieren, in der Natur und auch beim Umgang mit öffentlichen Gegenständen. 

 

Respektvolles Verhalten in der Praxis

Es gibt viele Umschreibungen für ein respektvolles Verhalten. Wichtig ist eine gute Präsenz mit all unseren Sinnen. Leider sind wir in stressigen Situationen häufig voller kreisender Gedanken, so dass wir manche Ereignisse und Umstände um uns herum garnicht wahrnehmen. Achtsamkeit lässt sich allerdings trainieren und führt nicht nur zu gesteigerter Wahrnehmung und Konzentration, sondern auch zu weniger Stress und besserer Gesundheit. 

Respektvolles Verhalten bedeutet Verständnis zeigen für anderes Denken, Fühlen und Handeln. Wir dürfen nie vergessen, dass wir alle Individuen sind, was unseren Begegnungen doch erst die richtige Würze gibt. Wären wir alle gleich, wäre das Zusammenleben doch sehr langweilig. Wir können viel von anderen lernen.

 

Respekt ist ein wertvolles Gut

Respekt heißt achtsam und sensibel in unserer Kommunikation und im Umgang mit anderen zu sein. Dazu gehört auch das richtige Maß an Nähe und Distanz zu finden und zu wahren. Wir haben alle unsere Privatsphäre, die uns Schutz und Sicherheit gibt. Dieser Bereich sollte nicht ungewollt von anderen verletzt werden.

Wir dürfen auch nicht vergessen, dass Respekt schnell gewonnen, aber auch genau so schnell wieder verloren gehen kann. Respekt ist vergänglich und muss regelmäßig neu gezeigt und verdient werden. Wie genau? Aufrichtig, ehrlich, glaubwürdig, authentisch, mitfühlend und wertschätzend!

Und wie sollte respektvolles Verhalten nicht sein? Es sollte kein taktisches Mittel mit Worthülsen und ausschließlich eigenem Nutzdenken sein. Eine Verhaltensweise, um andere zu manipulieren. Oder eine Maske, die man wahlweise auf und absetzen kann.

 

Selbstachtung: Respekt vor anderen beginnt bei uns selbst 

Selbstachtung lässt sich trainieren und erlernen! Sei dabei nachsichtig, geduldig und verständnisvoll mit Dir selbst. Starte einen positiven inneren Dialog und lobe Dich selbst für Erfolge und gute Taten. Das programmiert Dein Unterbewusstsein und unterstützt die Erreichung Deiner Ziele und allgemein ein positiveres Leben. 

Natürlich können wir nicht in jeder Situation respektvoll erscheinen. Wir sind Menschen mit unterschiedlichen Befindlichkeiten und Tagesformen. Mit einer respektvollen Grundhaltung haben wir bereits ein nachhaltig wertvolles Ziel erreicht!

 

 

Respekt ist viel mehr

 

Respekt begegnen wir jeden Tag, zu hause, bei der Arbeit, im ganz normalen Alltag. Zum Ausdruck der Anerkennung nehmen wir häufig auch das Wort "Respekt" in den Mund. Studien zufolge rangiert Respekt am Arbeitsplatz auf der Wunschliste der Mitarbeiter an einen Arbeitgeber an zweiter Stelle. Lediglich geschlagen von einer "sinnvollen und interessanten Tätigkeit" und noch vor guter Bezahlung, sozialer Sicherheit und Karrieremöglichkeiten.

Respekt schenkt uns Wertschätzung und Anerkennung. Steigert unseren Mut und unser Selbstbewusstsein. Macht zufrieden und glücklich. Respekt hilft uns, erfolgreicher zu werden und den Alltag konfliktärmer und entspannter zu erleben. Deshalb ist Respekt auch gesetzlich geregelt. Im Artikel 1 des Grundgesetzes: "Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt." 

 

In Respekt steckt viel drin

Das Wort Respekt stammt vom lateinischen "respicere" ab und bedeutet übersetzt berücksichtigen, beachten und zurückschauen. Aus dieser Übersetzung lassen sich folgende Begriffe ableiten, die uns Respekt mit seinen Facetten näher bringen.

1. Rücksicht: Wir können lernen, rücksichtsvoll gegenüber anderen Menschen, anderen Lebewesen und gegenüber der Natur zu sein. Rücksichtsvolle zwischenmenschliche Begegnungen zu pflegen. Oder auch rücksichtsvoll mit öffentlichen Gegenständen umzugehen, damit andere Menschen nach uns auch noch Spaß daran haben.

2. Achtung: Andere Menschen zu achten bedeutet die würdevolle Anerkennung und Wertschätzung des Menschen als wertvolles Wesen, unabhängig von seiner Leistung. Achtung drückt eine persönliche Grundeinstellung, eine charakterliche Haltung gegenüber anderen aus. 

3. Achtsam leben: Achtsamkeit ist eine besondere Form der Aufmerksamkeit und der Präsenz mit allen Sinnen. Ein achtsames Leben führt uns zu einem bewussteren Leben im Hier und Jetzt. Mit mehr Klarheit, einer gesteigerten Wahrnehmung und einem besseren Miteinander.

4. Schauen: Einfach wahrnehmen, was gerade passiert. Ohne Kategorisierung, ohne Wertung! Viele müssen erst wieder lernen, lediglich die Sinne zu nutzen, ohne eine sofortige Wertung in Schubladen vorzunehmen. 

5. Zurückschauen: Wir können respektvoll zurückschauen auf die Lebensgeschichte oder das Lebenswerk eines Menschen. 

 

Respektvoller Umgang lohnt sich

Respekt ist wichtig und regelt unsere zwischenmenschlichen Beziehungen und unser gesellschaftliches Miteinander. Entscheidend ist eine respektvolle Achtung der Individualität und Andersartigkeit unserer Mitmenschen. Jeder sieht die Welt aus der Sicht seiner gelebten Werte. Treffen wir auf jemanden, der die Dinge anders sieht, ärgern wir uns häufig. Dabei können wir erst durch unsere Verschiedenartigkeit lernen. Adenauer sagte hierzu mit kölschem Humor: "Nehmen wir die Menschen, wie sie sind. Andere gibt's nicht."

Ein anderer Spruch, dem wir täglich begegnen ist "Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus!" Das Leben ist praktisch ein Spiegel. Freundlichkeit wird in den allermeisten Fällen auch mit Freundlichkeit beantwortet und ein herzhaftes Lachen ist nahezu ansteckend. Andererseits brauchen wir uns nicht zu wundern, wenn das Herauslassen unserer eigenen schlechten Laune auch beim Gegenüber keine Begeisterung hervorruft.

Ihnen ist sicherlich auch der Ausspruch "Respekt muss man sich verdienen" bekannt. Es bedeutet, dass wir aufrichtigen Respekt nicht von anderen einfordern können. Wir erhalten ihn freiwillig! Respekt ist vergänglich und muss täglich neu praktiziert werden. Aufrichtiger Respekt beruht dabei im Idealfall auf Gegenseitigkeit. Denn alle wollen Respekt haben, aber nicht jeder ist bereit, Respekt auch zu geben. Gehen Sie mit gutem Vorbild voran! 

 

 

Der Weg zur Gelassenheit 

Wie wir in bestimmten Situationen reagieren, hängt sicherlich von vielen Faktoren ab. Von unserer Mentalität, der konfrontierten Situation, der gegenwärtigen Laune oder unserem jeweiligen Entspannungsgrad. 

Was können wir konkret tun, um in einer Stresssituation nicht von unserer Wut übermannt zu werden? Ein Beispiel: Sie sind morgens spät dran und denken sich: Wenn ich gut durch den Verkehr komme, bin ich gerade noch pünktlich im Meeting. Aber vor Ihnen blockiert der Müllwagen die Straße und die Männer sammeln in aller Seelenruhe die Mülleimer ein. Das innere Fass läuft über...!

 

Atmen Sie durch

Die Situation ist ärgerlich, keine Frage! Deshalb sortieren Sie sich erst einmal und gewinnen Sie Distanz zu dem "Film", der gerade vor Ihnen abläuft. Zählen Sie langsam bis zehn und atmen Sie dabei tief durch. Wenn Sie schnell erregbar sind, machen Sie gedanklich einen Schritt zur Seite.

Die Situation wahrnehmen

Fragen Sie sich: Kann ich an der Situation aktiv etwas ändern? Wenn nicht, dann sollten Sie diese gelassen akzeptieren. Ist das Geschehene wirklich so schlimm? Hat es irgendwelche Folgen für mich? Meist ist der Ärger größer als die Auswirkungen. Kann Ärger oder der Wutausbruch die Situation für mich verbessern? Wahrscheinlich nicht! Dampf ablassen kann im ersten Moment erleichternd sein, führt anhaltend aber nur zu einer Verschlechterung Ihrer Laune. 

Es gibt Dinge im Leben, die lassen sich ändern und andere, die lassen sich nicht ändern. Diese gilt es zu erkennen und zu unterscheiden. Beherzigen Sie das Motto: "Love it, change it or leave it!" und zeigen Sie selbst Veränderungsbereitschaft. Unveränderliche Gegebenheiten sollten wir akzeptieren und keine großen Emotionen und Energien verschwenden. 

Angemessen reagieren

Sie haben es selbst in der Hand, wie Sie reagieren! Ob Sie aus der Haut fahren oder ruhig und gelassen bleiben. Halten Sie Ihre Gefühle weitestgehend unter Kontrolle und schenken Sie der Situation ein Lächeln. Ein inneres Lächeln kann sehr entkrampfend wirken! Schalten Sie entspannte Musik an oder schließen Sie kurz die Augen. Schauen Sie in unserem Beispiel dem Szenario zu und gewinnen Sie der Ruhe und Gelassenheit der Straßenreiniger etwas Positives ab. 

Passende Sprache wählen

Wenn Sie sich in einer Wutsituation verbal äußern, übertreiben Sie nicht und wählen Sie keine XXL Sprache. Nach dem Motto: "Sie sind wirklich die langsamsten Arbeiter der ganzen Stadt". Verbale Entgleisungen sind in der Regel unangemessen und bringen uns höchstens noch zusätzlichen Ärger ein! Lassen Sie die Kirche im Dorf und machen Sie nicht andere für Ihre Situation verantwortlich!  

Bleiben Sie souverän! 

Wenn Sie sich in einer Stresssituation von einer anderen Person angegriffen fühlen, ziehen Sie für sich Grenzen und schützen Sie sich in ruhigem Ton! Holen Sie nicht zum verbalen Gegenschlag aus! Reagieren Sie gelassen oder auch schlagfertig humorvoll! Sollten Sie sich überfordert fühlen, verlassen Sie im Zweifel den Ort des Geschehens. Der Klügere gibt nach! Auch hier ist Schweigen meistens Gold und verschafft Ihnen mehr Respekt als ein emotionales Wortgefecht. Konfuzius sagte hierzu: „Wenn die Wut wächst, denke an die Konsequenzen“. 

 

5 Schritte zur Gelassenheit

1. Sorgen Sie für Ihr inneres Gleichgewicht für einen aktiven Stressabbau! Atmen Sie bewusst tief ein und aus und konzentrieren Sie sich nur aus Ihren Atem. 

2. Reden Sie mit einem vertrauten Menschen über die Stresssituation und verarbeiten Sie den Stress in einem Gespräch. Vielleicht bekommen Sie so noch eine andere Sicht auf das Ereignis! Im persönlichen Gespräch können Sie Erlebtes verarbeiten und anschließend loslassen.

3. Trinken Sie Wasser! Flüssigkeit fördert die Entspannung und bringt innere Ruhe! Trinken ist ein hervorragendes Unterstützer für mehr Gelassenheit.

4. Bewegen Sie sich oder treiben Sie Sport! Gehen Sie eine kurze Runde um den Block oder nehmen Sie statt des Aufzugs die Treppe! Gönnen Sie sich nach Feierabend ein knackiges Workout. Kontrolliert Dampf ablassen und auf gesunde Art wieder in Balance kommen.

5. Wem nicht nach auspowern zumute ist, kann auch mit Entspannung zur Gelassenheit zurückfinden. Entspannen Sie bei einem heißen Bad, einem schönen Saunabesuch oder einer wohltuenden Massage.

 

Jetzt haben Sie einige Werkzeuge für mehr Gelassenheit an der Hand. Testen Sie diese und finden Sie Ihren persönlichen Weg für mehr Ruhe und Gelassenheit! Ich wünsche Ihnen viel Erfolg! Hier habe ich noch ein schönes Motto zum Thema! Viel Spaß beim Ansehen!

 

Richtiger Umgang mit Kritik

Kennen Sie das? Sie kommen morgens gut gelaunt ins Büro und werden direkt vom Kollegen auf dem Flur angefahren, dass das Verhalten gestern im Meeting ja wohl völlig neben der Spur gewesen sei. Sie selbst verstehen die Welt nicht mehr, denn Sie können die Meinung Ihres Kritikers überhaupt nicht teilen. Trotzdem ist Ihre gute Laune jetzt im Keller und der Kritikstachel sitzt tief.

Sie fragen sich vielleicht: Wie kann ich gelassener mit der Situation umgehen, damit mich die Kritik nicht so tief trifft? Sieben Praxistipps, damit Ihre gute Laune zukünftig weniger stark beeinflusst wird:

1. Kritik ist niemals objektiv!

Kritik ist immer eine persönliche Meinung und niemals objektiv! Kritik kann aus Angst vor eigenen Nachteilen oder aus schlechter Stimmung heraus geäußert werden. Oder einfach, weil der andere eine andere Sichtweise oder einen anderen Geschmack hat.

2. Hören Sie die Sachinformation!

In aller Regel ist Kritik eine subjektive Meinung über ein Verhalten. Konzentrieren Sie sich allein die Sachaussage Ihres Kritikers und fragen Sie sich möglichst emotionslos: Ist da was dran? Kann ich von den Worten meines Gegenübers etwas lernen? 

3. Nicht persönlich nehmen!

Nehmen Sie Kritik nicht persönlich! Nehmen Sie emotional einen gesunden Abstand von den Worten. So werden weniger stark berührt. Das ist leichter gesagt als getan, aber Sie können sich diese Fähigkeit antrainieren.

Beispiel: Wenn Ihr Service einmal nicht für gut empfunden wurde, ist dies lediglich eine subjektive Meinung, wie jemand die Leistung empfunden hat. Geschmäcker sind schließlich unterschiedlich. Die Kritik sagt nichts über Ihre allgemeinen Fähigkeiten und Sie persönlich als Mensch aus.

4. Ausnahmen bestätigen die Regel!

Selbst bei einem persönlichen Angriff haben Sie es selbst in der Hand, wie Sie damit umgehen. Als Kränkung oder Demütigung oder lediglich als Meinung eines anderen. Gehen Sie selbst nicht zu hart mit sich ins Gericht. Schützen Sie Ihr Selbstwertgefühl!

5. Ziehen Sie sich nicht jede Kritik an!

Nicht jede Kritik, die Sie sich anhören dürfen, ist konstruktiv und kompetent. Oftmals ist sie völlig unnötig oder der Kritiker selbst hat ein eigenes Problem aufzuarbeiten. Entscheiden Sie selbst, welche Kritik Sie annehmen möchten und welche nicht. 

 6. Keine Rechtfertigung, keine Verteidigung, keine Diskussion!

Hören Sie sich die Kritik Ihres Gegenübers in Ruhe an und starten Sie keinen verbalen Gegenschlag. Atmen Sie ruhig durch! Beenden Sie das Gespräch mit einem: "Danke für den Hinweis." oder "Danke, Sie haben recht." Zeigen Sie Gelassenheit, Humor und emotionale Stärke! Sie werden über die Reaktion Ihres Kritikers erstaunt sein ;)

7. Konstruktive Kritik ist viel wert!

Konstruktive Kritik nahestehender Menschen oder Hinweise von Experten sind äußerst wertvoll! Sie können davon lernen und Ihre Leistung verbessern! Lerne von den Könnern und lasse Dich gerne von jemandem kritisieren, der es besser weiß. Leider wollen die meisten von uns lieber von den Falschen gelobt als von den Richtigen kritisiert werden.

 

Wenn Sie regelmäßig mit Kritik und Feedback zu tun haben, dann sollten Sie sich einen souveränen Umgang damit antrainieren!

 

Den inneren Kritiker verstummen lassen

Werfen Sie Ihren inneren Kritiker raus! Installieren Sie anstelle ein mutmachendes und inspirierendes "Ratgeberteam" in Ihrem Kopf! Das kann ein Freund, ein Elternteil, der Partner oder fachkundiger Experte sein. Menschen mit einer guten Meinung über Sie!

Dieses virtuelle Dreamteam schaut auf Ihre Stärken und Ihre großartigen Fähigkeiten. Wenn sich der innere Kritiker meldet, fragen Sie sich: Was würde mein kompetentes Ratgeberteam dazu sagen? Welche Meinung haben meine persönlichen Fürsprecher?

Der innere Kritiker zieht Sie runter, Ihr kompetentes Dreamteam baut Sie auf!

Unabhängiger von der Anerkennung anderer machen!

Zustimmung, Lob und Beifall tun uns allen gut! Aber bewerten Sie diese nicht über! Neutrale Betrachtungen können manchmal mit weniger Falltiefe ausgestattet sein.


Trainieren Sie sich innerlich stark!

Sehen Sie Kritik als etwas völlig Normales an. Als belebenden Teil des Business, der Schwung ins Leben bringt und Ihnen wertvolle neue Erkenntnisse schenkt.

Seien Sie auf abwertende Kritik vorbereitet!
So werden Sie emotional nicht auf dem falschen Fuß erwischt und können kritische Worte mit einem Lächeln entgegennehmen ☺

Jemand, der souverän und gelassen mit jeder Form von Kritik umgeht, zeigt innere Stärke und hohe emotionale Intelligenz. Das verschafft Ihnen wertvolle Pluspunkte!