Acht Akuttipps bei Überforderung

Wenn wir im Trubel des Alltags oder bei akutem Job- oder familiären Stress an unsere psychischen und physischen Grenzen geraten, meldet sich unser Körper mit Signalen. Der Kopf fühlt sich an wie ein überlastetes Knäuel, wir können uns nicht mehr richtig konzentrieren, reagieren mit Angst und Panik. Der Kreislauf spielt verrückt, uns wird heiß und kalt, wir haben Magenprobleme oder sind dauerhaft angespannt. Betroffene können zu Frustessern werden, während anderen gänzlich der Appetit vergeht.

Die Gedanken über sich selbst und andere Menschen werden negativer und kritischer. Wenn dann noch Traurigkeit und das Gefühl der Hilflosigkeit hinzukommt, steuern wir geradewegs in eine Depression. Am Ende fühlen uns nur noch leer und ausgebrannt. 

An den eigenen Grenzen angekommen, heißt es nur noch eins: Jetzt handeln!

Hier erhältst Du acht Akuttipps, die Deine Situation kurzfristig stabilisieren.

 

1. Nimm Dir eine Auszeit

Es hilft nichts, jetzt in dem vorangegangen Tempo weiter zu machen. Dies würde uns nur in eine noch gefährlichere Situation bringen. Fahre runter und kümmere Dich jetzt an erster Stelle um Deine Gesundheit. 

2. Akzeptiere Deine Situation! Nimm Sie an!

Kritisiere Dich nicht für die Handlungen, die Dich in diese Situation gebracht haben. Verurteile Dich in dieser schwierigen Lage nicht noch zusätzlich. Das macht die Umstände bestimmt nicht besser.

3. Sei rücksichtsvoll, liebevoll und verständnisvoll mit Dir

Behandele Dich mit Deinem Körper, Geist und Seele so, wie Du jetzt mit einem guten Freund oder einem kleinen Kind umgehen würdest. Fahre innerlich runter und spüre ich Dich hinein. Welche Maßnahmen uns jetzt helfen können, wissen wir selbst am besten.

3. Konzentriere Dich auf das Wesentliche!

Wenn wir keinen Urlaub nehmen können, sollten wir uns fragen? Welche Aufgabe ist jetzt die Wichtigste? Dann konzentriere Dich auf diese Aufgabe und lasse die anderen Dinge ruhen. Häufig verzetteln wir uns in zu vielen Aufgaben. Weniger ist jetzt mehr! Fahre in dieser Zeit auch Medien und Handy bewusst herunter.

4. Schlafe und regeneriere

Viele ausgebrannte Menschen müssen erst einmal ein großes Schlafdefizit kompensieren. Schlaf regeneriert unseren Körper und unseren Geist!

5. Trinke mehr als sonst

Die allgemeine Empfehlung der Gesundheitsexperten lautet: Trinke 1,5 bis 2,5 Liter. In Phasen der Überforderung sollten wir allerdings täglich 2,5 bis 4 Liter trinken, um wieder zu einem klaren Kopf zu gelangen. Trinke dabei vorrangig Wasser, ungesüßten Tee, Schorle oder abends ein alkoholfreies Bier. Natürlich zählt auch die Flüssigkeit in Lebensmitteln, wie Melonen, Gurken oder Suppen.

6. Gehe in die Natur

Gehe in gestressten Phasen täglich raus in die Natur! Täglich eine Stunde ist ok, besser ist allerdings ein Aufenthalt von 2 Stunden und mehr, wenn es sich einrichten lässt. Mache dabei entspannte Spaziergänge, setze Dich auf's Fahrrad oder gehe im See schwimmen. Setze Dich auf eine Bank und lasse Deinen Blick in die Ferne schweifen. Je direkter der körperliche und sinnliche Kontakt mit der Natur ist, desto effektiver ist er!

7. Nutze Deine Sinne

In überforderten Situationen sollten wir versuchen, aus unseren Gedanken zu kommen und mehr mit den Sinnen zu arbeiten. Einfach die Natur anschauen oder Musik hören, ohne dabei zu denken. Beruhige Deine Gedanken und konzentriere Dich auf Deine Sinne und Deinen Atem!

8. Entspanne Dich

Suche Dir eine persönliche Entspannungsquelle. Neben dem Aufenthalt in der Natur kann es Sauna oder Wellness sein, eine Massage oder ein Entspannungsbad, Yoga oder eine Meditation. Deine Lieblingsmusik oder ein entspanntes Lieblingshobby.

 

Ich wünsche allen Betroffenen eine schnelle und erfolgreiche Regeneration! Achten Sie zukünftig auf ein gesundes Maß an körperlicher und geistiger Belastung und versuchen Sie, bereits bei ersten Anzeichen wieder in einen ausgeglichenen Zustand zu finden.