Finde Deine Balance

"Das Leben ist ein täglicher Balanceakt, bei dem wir selbst darauf achten müssen, nicht aus dem seelischen Gleichgewicht zu geraten." Marliese Zeidler

Vor rund 10 Jahren fühlte ich mich alles andere als in Balance oder im Gleichgewicht. Ich fühlte mich vielmehr in völliger Schräglage. 

Neben meinem Vollzeitjob im Marketing & Corporate Communications wartete zu hause meine Mutter mit der höchsten Pflegestufe in ihrem Pflegebett. Tagsüber wurde sie von der mobilen Diakonie und einem treuen Nachbarn gepflegt. Diese Pflegezeit dauerte rund acht Jahre. Meine Gesundheit litt immer mehr unter der andauernden Belastung. Ich funktionierte wie ein guter Roboter, hatte mich selbst als Mensch allerdings verloren.

Startschuss in ein neues Leben

Heute kann ich sagen: Wenn ich diese Zeit nicht genau so erlebt hätte, würde ich heute immer noch in meiner alten Abteilung sitzen und jetzt nicht zu Ihnen schreiben. Ich weiß heute, wofür die Zeit gut war und erkenne ihren Wert. Diese Zeit hat mich mit Schwung aus meiner stagnierenden Komfortzone herausgeholt. Sie hat mich auf einen neuen Weg geführt! Hin zu Balance mit Gesundheit, Energie, Sinn und Lebensfreude.

Heute unterstütze ich Menschen, die auf der Suche nach mehr Balance sind. Und Andere, um gar nicht erst aus der Balance zu fallen.


Der Weg zur eigenen Balance

Es gibt viele Empfehlungen, wie die richtige Balance aussehen könnte. Ich empfehle, eine eigene Balance für sich zu finden, die sich stimmig anfühlt. Authentisch und echt!

Der Weg zu innerer Balance ist ein authentischer Prozess, vergleichbar mit einer Reise zu sich selbst. Innere Balance führt immer auch zu äußerer Balance. 

Dieser Balancebegriff gefällt mir persönlich am besten. Für Leistungen und Erfolge braucht es Zeiten großer Anstrengung, die wir mit authentischen Kraftquellen immer wieder ausgleichen können. Möglichst am gleichen Tag. Wenn uns unsere Arbeit oder unser Wirken Spaß macht, dann ist dies erfüllend und ein wichtiger Teil der Balance. 

Fünf Tipps für deine persönliche Balance

  • Tue Dinge, die dir Spaß machen.
  • Setze Prioritäten in deinem Leben. 
  • Plane täglich Zeit für dich ein.
  • Lerne, Nein zu sagen.
  • Höre auf die Signale deines Körpers.

 

Wenn dir Steine in den Weg gelegt werden: Draufstellen, Balance halten, Aussicht genießen, Lächeln und Weitergehen. 

 

Fit und gesund bis ins hohe Alter: Meine zehn Empfehlungen

  1. Gesund, frisch und nährstoffreich ernähren 
  2. Sportlich bleiben: Regelmäßige Bewegung in den Alltag integrieren
  3. Ausreichend Schlaf in der Nacht - Power Nap am Tag
  4. Soziale Kontakte pflegen: Familie, Freunde, nette Menschen treffen
  5. Authentisch leben: Tue Dinge, die dir Spaß machen
  6. Bewusst, dankbar und achtsam das Leben genießen
  7. Neugierig bleiben: Positiv mit der modernen Zeit mitschwingen
  8. Innenschau betreiben und sich mit der Natur verbinden 
  9. Aktiv bleiben bis ins hohe Alter: Geistig und körperlich
  10. Positive Lebenseinstellung als wesentlicher Schlüssel

Und der wichtigste Tipp zum Schluss: Die Dinge auch wirklich umsetzen! 

 

 
Positive Energie tanken

"Da es sehr förderlich für die Gesundheit ist, habe ich beschlossen, glücklich zu sein." Voltaire 

Immer positiv zu bleiben ist schwer und eher unrealistisch. Wir haben alle mal einen schlechten Tag. Allerdings können wir mit den richtigen Werkzeugen an der Hand der Negativität immer öfter einen Korb geben. Eine positive Denkweise ist die mentale Fähigkeit, sich auf die positiven Aspekte des Lebens zu konzentrieren.

Mit den folgenden acht Tipps für positive Energie gibst du der Negativität keine Chance.

Acht Power Tipps für mehr positive Energie

1. Positiv denken

Positives Denken ist eine persönliche Entscheidung und braucht regelmäßiges Training. Entscheidend sind nicht die Ereignisse in unserem Leben, sondern unsere Reaktionen darauf. Wir können die Stürme im Leben nicht ändern, aber unsere Segel neu setzen.

Wenn wir uns aufregen und laut unser Leid klagen, verschwenden wir wertvolle Zeit und Energie. Nimm lieber das Heft in die Hand, analysiere die Situation und suche konstruktiv nach Lösungen.  

2. Persönliche Morgenroutine entwickeln

Mit einem kraftvollen Start in den Morgen hast du automatisch mehr Energie für den gesamten Tag. Lasse das Handy nach dem Aufwachen öfter mal aus und investiere diese Zeit in deine Morgenroutine. Denn so wie die erste Stunde verläuft meistens auch der Rest des Tages. Mit guten Gedanken und positiver Erwartung aus dem Bett steigen ist eine sehr gute Grundlage für den gesamten Tag.

Starte mit 10 Minuten ganz für dich:

2 Minuten: Recken, strecken, hüpfen, deinen Körper lockern

3 Minuten Gymnastik: z.B. Kniebeugen, Liegestütze, Armkreisen und Schulterkreisen oder Dehnübungen – ganz nach deinem Gusto.

5 Minuten Meditation: Du startest mit ruhiger Gelassenheit in den neuen Tag

3. Nicht immer über Sorgen reden

Häufiges Reden über deine Sorgen zieht weitere Sorgen in dein Leben. Und gibt jedem persönlichen Gespräch eine gewisse Schwere. Jammern und Klagen zieht nicht nur dich, sondern auch deinen Gesprächspartner mit herunter. Wir dürfen alle mal Druck ablassen, lasse es allerdings nicht zu deiner täglichen Gewohnheit werden.

Da unser Verstand nicht zwischen Einbildung und Realität unterscheiden kann, werden negative Gedanken und Gefühle durch häufiges Wiederholen verstärkt. Wenn du also dein Problem jedem Bekannten erzählst, wird sich dieses Problem mental verstärken. 
Argumentiere stets konstruktiv und lösungsorientiert, dann habt ihr einen positiven Gesprächsrahmen und das Problem dürfte schon bald der Vergangenheit angehören.

Eine weitere gute Möglichkeit für die Aufarbeitung von Problemen ist das Führen eines Tagebuches. Hier kannst du dir den Frust von der Seele schreiben und erhältst nach und nach einen freien Kopf. Meist ergeben sich beim Schreiben wunderbare Lösungen.

4. Die Vergangenheit loslassen

Ohne deine Vergangenheit bist du frei, lautet ein weiser Spruch aus der Psychologie. Und das stimmt! Wir können solange zurückschauen und grübeln, wie wir wollen: Wir werden unsere Entscheidungen und die gemachten Erfahrungen nicht mehr ändern können. Allerdings können wir aus Fehlern lernen und den Fokus nach vorne richten. 

Wir können in solchen Situationen lernen, uns selbst und Anderen zu vergeben. Nicht um eine Tat schön zu reden, sondern um selbst Frieden mit der Situation zu finden. 

Wenn wir es mental schaffen, unsere einschränkenden Glaubenssätze und Erfahrungen aus der Vergangenheit auszublenden, ergeben sich für die Gestaltung unserer Zukunft ganz neue Möglichkeiten.

5. Achte auf dein Umfeld

Negativität ist ansteckend. Du bist der Durchschnitt der fünf Menschen, mit denen du die meiste Zeit verbringst. Je mehr Zeit du mit negativen Menschen verbringst, desto größer ist die Gefahr der Ansteckung. Das gleiche gilt auch für positive Energie. Dein Umfeld hat entscheidenden Einfluss auf dein Leben. Meide daher negative Menschen und ziehe statt dessen positive Menschen in dein Leben.

6. Meditation macht's

Forscher haben herausgefunden, dass regelmäßiges Meditieren zu mehr positiver Energie im Alltag führt. Bereits nach drei Monaten Meditation lassen sich eine erhöhte Achtsamkeit, bessere soziale Beziehungen und weniger Krankheiten feststellen. 

Meditieren kann der schnellste Weg sein, Negativität aus deinem Leben zu entfernen. Meditation verjüngt den Geist, macht uns widerstandsfähiger und befreit den Körper von schädlichen Stresshormonen. Probiere es einmal aus.

7. Dankbar kleine Erfolge feiern

Wir dürfen zwischendurch auch mal innehalten und uns über die vielen kleinen und großen Erfolge in unserem bisherigen Leben freuen. Und diese loben und feiern. 

Überlege dir jeden Abend drei Dinge, für die du an diesem Tag dankbar bist. Und erlebe so diese schönen Situationen im Geiste nochmal neu. Anschließend lässt es sich gut und zufrieden einschlafen.
 

8. Lachen ist gesund

Als Erwachsene laufen wir häufig wie Roboter durch die Welt. Sorge auch für Spaß und gute Laune, privat und bei der Arbeit! Dein Energielevel steigt und deine Arbeitsleistung steigert sich gleich mit. Alltagsstress wird gesenkt und dein Immunsystem gestärkt.

Kinder lachen durchschnittlich 400 Mal am Tag. Wir Erwachsenen kommen gerade mal auf durchschnittlich 15 Mal. Dabei ist Lachen gesund und hebt sofort deine Stimmung. 

In der dunkleren Jahreszeit wünschen sich Körper und Geist naturgemäß mehr Ruhe und Erholung. Es spricht nichts dagegen, sich öfter eine erholsame Auszeit zu gönnen.

 

 

Raus aus dem Hamsterrad

"Es gibt Wichtigeres im Leben, als beständig dessen Geschwindigkeit zu erhöhen." Mahatma Gandhi 


Stress wird von Jedem von uns individuell wahrgenommen und genau so individuell ist auch die Stressbewältigung. Hier findest Du zehn wirksame Tipps für herausfordernde Stresssituationen. Teste die für Dich passenden Tipps in der Praxis und finde so nach und nach Deine persönlichen Favoriten. 

Zehn Vorschläge für Deine Stresslösung

1. Die Kraft der Natur nutzen

In der Natur ist der Mensch in seinem natürlichen Element. Wir tanken Energie und bauen Stress ab. Ob im Park oder im Wald, in den Bergen oder am Meer. Ein Aufenthalt in der Natur senkt nachweislich den Blutdruck und stärkt unser Herz-Kreislauf-System. Über Signale des Gehirns werden Glückshormone produziert und Stresshormone abgebaut. Wir werden insgesamt entspannter und gelassener. Die Stimmung steigt!

Extratipp: Betrachte achtsam und bewusst die vielen kleinen Wunder der Natur. Sie schenken uns kostenfrei viele Glücksmomente. 

2. Kontakte pflegen

Alleine bleiben wir häufig in Grübelei und negativen Gedankenkarussell hängen. Suche lieber die Geselligkeit von netten Menschen. Aus der Familie oder dem Freundeskreis. Gehe ein Eis essen oder einen Kaffee trinken und komme bei einem guten Gespräch und gemeinsamem Lachen in eine bessere Stimmungslage. 

3. Neue Einstellung gegenüber Stress

Manchmal leichter gesagt als getan. Allerdings ein ganz entscheidender Punkt. Stress ist subjektiv und manche Menschen bleiben in Situationen ruhig, in denen andere aus der Haut fahren könnten. Frage Dich in ruhiger Stunde, ob der Einkauf oder der Haushalt wirklich stressen muss? Oder ob wir regelmäßig im Straßenverkehr die Nerven verlieren müssen. Trainiere Dich ruhiger und achte auf ein gesundes Maß an täglicher Belastung. Weniger ist für die Nerven häufig mehr! Und gut ist gut genug!

4. Entspannungstechniken nutzen

Messbar wirkungsvoll und wissenschaftlich anerkannt sind Entspannungstechniken für Körper, Geist und Seele. Ob Entspannungsmusik, Atemmeditation oder eine geführte Fantasie- oder Traumreise. Ob Yoga oder Qi Gong, Progressive Muskelentspannung oder Autogenes Training. Es existiert eine Vielzahl guter Entspannungsmöglichkeiten. Probiere ein paar davon aus und schaue, ob etwas Passendes für Dich dabei ist.

5. Sportlich auspowern

Beim Sport gesund auspowern und dann mit einer wohltuenden Müdigkeit nach hause fahren. Für viele Menschen das beste Antistressmittel nach einem anstrengenden Tag.

6. Sauna & Wellness: Belebende Schweißperlen

Die wohltuende Wärme bringt den Kreislauf auf Trab, fördert die Durchblutung der Haut und regt das Immunsystem an. Vor allem aber entspannt der Wechselreiz aus Wärme und Kälte Körper und Seele und macht angenehm müde. 

7. Tief einatmen - langsam ausatmen

Menschen atmen in angespannten Situationen meist hektisch und flach. Atme ein paar Mal ruhig und tief in Deinen Bauch ein, so dass sich dieser nach außen wölbt. Für eine gute Entspannung sollte die Ausatmung länger als die Einatmung sein. Beispielsweise vier Sekunden einatmen und acht Sekunden ausatmen.

8. Reize reduzieren

Reduziere in stressigen Zeiten bewusst die einfließenden Reize auf unser Gehirn. Achte auf ein gesundes Maß an Handynutzung, Internet, Social Media, Online-Spielen, E-Mails, What’s app oder Fernsehen. Dein gestresster Kopf braucht jetzt etwas Ruhe!

9. Das Zauberwort Stopp

Sage Dir bei aufkommendem negativen Gedankenkarussell gedanklich oder auch laut immer wieder das Wort Stopp! Und kehre dann bewusst in den jetzigen Moment zurück. Und wenn Du nach einigen Minuten wieder in die negativen Gedanken verfällst, sage erneut Stopp! Unser Geist und unser Unterbewusstsein reagiert auf dieses Wort sehr sensibel. Und können dann bewusst ins Hier und Jetzt zurückkehren.

10. Den Humor bewahren

Glücksforscher raten regelmäßig zu herzhaftem Lachen. Lachen regt Gehirnzentren an, die für Gelassenheit und Selbstbewusstsein zuständig sind. Lachen hat einen ähnlichen Gesundheitseffekt wie Sport oder Meditation und wir erhalten zusätzlich eine gewinnende Ausstrahlung. Hier können wir von den Kindern lernen. Während Kinder mehrere hundert Mal am Tag lachen, kommen Erwachsene gerade mal auf 15 Mal.

 

 

 

Mach mal halblang 

"Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht." Afrikanisches Sprichwort

Wenn wir im Trubel des Alltags oder bei akutem Job- oder familiären Stress an unsere psychischen und physischen Grenzen geraten, meldet sich unser Körper mit Signalen. Der Kopf fühlt sich an wie ein überlastetes Knäuel. Wir können uns nicht mehr richtig konzentrieren, reagieren ängstlich oder gereizt. Bei so Manchem spielt der Kreislauf verrückt, uns wird heiß und kalt, wir haben Magenprobleme und sind stark angespannt. Auch der nächtliche Schlaf ist häufig gestört. Manche werden zu Frustessern, während Anderen der Appetit völlig vergeht.

Die Gedanken über sich selbst und andere Menschen werden negativer und kritischer. Wenn dann noch Frustration und das Gefühl der Hilflosigkeit hinzukommen, steuern wir geradewegs in eine Depression. Am Ende fühlen uns nur noch leer und ausgebrannt. 

An den eigenen Grenzen angekommen gilt nur noch eins: Jetzt handeln!

 

10 Praxistipps zur schnellen Stabilisierung 

1. Überforderung erkennen und akzeptieren

Kritisiere Dich nicht für die Handlungen, die Dich in diese Situation gebracht haben. Verurteile Dich in dieser schwierigen Lage bitte nicht noch zusätzlich. Das macht die Umstände nicht besser. Gestehe Dir ein: "Ja, mir geht es nicht gut! Das war zu viel!"

Sag bewusst JA zu Deiner Überforderung! Nimm an, was Sache ist. Es ist wie es ist. Nur mit Deinem Eingeständnis kann die Situation überwunden werden. Eine innerlich verdrängte oder mit Mitteln betäubte Überforderung kann sich dagegen nicht bewegen und somit auch nicht auflösen. Sag JA zur Überforderung. Akzeptiere sie. Nimm sie an!

2. Entschleunigen und runterfahren

Es hilft nichts, jetzt in dem vorangegangen Tempo weiter zu machen. Dies würde Dich nur in eine noch gefährlichere Situation bringen. Fahre runter und kümmere Dich jetzt an erster Stelle um Deine Gesundheit. Wenn kein Urlaub möglich ist, gestalte Deinen Feierabend neu! Atme durch, halte inne und mach regelmäßig Pausen! Oftmals wollen wir bei größeren Projekten oder einer aktuellen Vielzahl an Aufgaben kämpfen, bis wir unser Ziel erreicht haben. Aber dann kann es gesundheitlich schon zu spät sein.

Entfliehe dem Hamsterrad! Sorge täglich für eine gute Balance aus Arbeit, einem erfüllenden Ausgleich und Ruhepausen. Ein belebender Ausgleich kann Sport und Bewegung, ein interessantes Hobby, eine Reise, Musik oder ein gutes Buch sein.

3. Überblick verschaffen

Wir haben entweder sehr viele kleine Baustellen oder stehen vor einer übermächtig erscheinenden Aufgabe, die uns innerlich lähmt. Schreibe wirklich alle Aufgaben aus dem Kopf auf ein Papier oder eine Liste, die Du später abhaken kannst. Dieser Vorgang entlastet Deinen Kopf und verschafft Dir einen Überblick. Du gewinnst neue Klarheit.

Häufig verzetteln wir uns in Multitasking oder wollen alles alleine schaffen. Wir haben den Eindruck, es allein besser und schneller erledigen zu können. Das ist eine Illusion. 

4. Prioritäten setzen

Frage Dich: Welche Aufgabe ist jetzt die Wichtigste? Dann konzentriere Dich auf diese Aufgabe und lasse andere Dinge für eine Zeit ruhen. Das verschafft Dir Freiräume für Deine Regeneration. Entscheide bewusst, welche Aufgabe(n) jetzt wirklich wichtig für Deine Ziele und Deinen Weg sind. 


5. Aufgaben delegieren

Anstatt alles allein schaffen zu wollen, empfehle ich gute Planung und Organisation! Habe Vertrauen und lasse los! Gib Aufgaben ab! Gemeinsam sind wir stark! Delegiere Arbeiten und Aufgaben an Kollegen, Freunde, Familie oder Partner. So hast Du mehr Zeit und Konzentration für Deine wirklich wichtigen Aufgaben und für Regeneration.


6. Das Gespräch suchen

Es erleichtert enorm, sich in überforderten Situationen den Frust und die Sorgen von der Seele zu reden. Rufe einen Vertrauensmenschen an oder treffe Dich mit Deinem besten Freund oder Freundin. Natürlich ist auch psychologische Unterstützung durch einen Profi empfehlenswert. Suche Dir mentale Unterstützung oder hole Dir Tipps für Deine Situation. Eine Außensicht auf Deine Lage kann wertvolle Erkenntnisse bringen. 

7. Der Erschöpfung nachgeben

Ausgebrannte Menschen müssen häufig ein großes Schlafdefizit kompensieren. Schlaf regeneriert unseren Körper und unseren Geist! Wenn Du jetzt öfter müde bist, häufiger Pausen benötigst oder einfach länger schlafen möchtest, kannst Du diesem Bedürfnis mit gutem Gewissen folgen. Schlaf ist unser wichtigster Energiespender und Grundlage für einen guten Start in den neuen Tag.

8. Die Kraft der Natur nutzen

Gehe in gestressten Phasen täglich raus in die Natur! Eine Stunde ist okay, besser ist allerdings ein Aufenthalt von 2 Stunden und mehr, wenn es sich einrichten lässt. Mache entspannte Spaziergänge im Wald oder fahre eine Runde mit dem Rad. Es lohnt sich, die Natur als sinnliches Erlebnis wahrzunehmen. Das hilft uns runterzufahren und sich selbst wieder zu finden. Je direkter der Kontakt mit der Natur ist, desto effektiver ist er!

9. Sich gut behandeln

Behandele Dich so, wie Du jetzt mit einem guten Freund/-in oder einem kleinen Kind umgehen würdest. Werde selbst Dein bester Freund. Sorge für einen positiven und aufbauenden inneren Dialog! Häufig gewinnt in Phasen der Überforderung unser innerer Antreiber und Kritiker die Oberhand. Doch Gedanken lassen sich ändern. Steuere mental bewusst mit verständnisvollen und aufbauenden Gedanken dagegen. 

10. Batterien neu aufladen und in Balance kommen

Nutze Deine persönlichen Entspannungsquellen! Neben dem Aufenthalt in der Natur kann es ein Saunabesuch, eine Meditation, eine Massage oder ein Entspannungsbad sein. Entfliehe täglich dem hektischen Treiben und finde zu innerer Ruhe. Welche individuellen Maßnahmen uns persönlich gut tun, wissen wir selbst intuitiv am besten.

 

Ich wünsche allen Betroffenen eine schnelle und erfolgreiche Regeneration! Achte auf ein gesundes Maß an Belastung und versuche, bereits bei ersten Anzeichen wieder in einen ausgeglichenen Zustand zurückzufinden. 

 

 

 

Der Weg zur Gelassenheit 

"Das Rezept für Gelassenheit ist einfach: Man darf sich nicht über Dinge aufregen, die nicht zu ändern sind." Helen Vita

Wie wir in bestimmten Situationen reagieren, hängt von vielen Faktoren ab. Von unserer Mentalität, der Situation, unserer Laune. Hier ein konkretes Beispiel aus dem Alltag:

Du bist morgens spät dran und denkst: Wenn ich jetzt gut durch den Verkehr komme, schaffe ich es gerade noch pünktlich ins Meeting. Aber direkt vor Dir blockiert ein großer Müllwagen die Straße. Die Männer sammeln in aller Ruhe die Mülleimer ein und tun ihre Arbeit. Du beginnst zu fluchen und zu schimpfen. Es brodelt in Dir...

Et hätt noch immer jot jejange 

Größere oder kleine Probleme wird es auf unserem Lebensweg immer wieder geben. Diese müssen uns aber nicht daran hindern, ruhig und gelassen zu bleiben. 

Unsere Gedanken verursachen unsere Gefühle und beeinflussen unsere Stimmung! Und Gedanken können wir ändern! Optimistische und positive Gedanken führen zu guten Gefühlen, pessimistische und negative Gedanken zu schlechten Gefühlen. 

Wir haben zu hause mit viel Liebe und Aufwand für den Partner/-in gekocht und er/sie schreibt kurz vorher kommentarlos per SMS, dass es zwei Stunden später wird. Bämm!

Wir können uns in dieser Situation unterschiedliche Gedanken machen, die uns wütend, besorgt, traurig, eifersüchtig, nervös oder ängstlich werden lassen. Sie entsprechen in den seltensten Fällen der Realität, beeinflussen unsere Stimmung allerdings für den Rest des Abends.

Was können wir nun tun, wenn sich negative Gedanken und Gefühle breit machen? 

 

Acht Schritte zur Gelassenheit

1. Abstand gewinnen

Die Situation ist ärgerlich, keine Frage! Deshalb sortiere Dich erst einmal und gewinne Distanz zu dem "Film", der gerade vor Dir abläuft. Schließe die Augen und atme tief in den Bauch ein und aus. Deine ruhige Atmung hat direkten Einfluss auf Körper und Geist. Dein Bauch wölbt sich dabei nach außen und füllt sich wie ein Ballon. Atme einige Sekunden tief ein, halte den Atem kurz und atme dann ruhig wieder aus.

2. Wahrnehmen

Frage Dich: Kann ich an der Situation aktiv etwas ändern? Wenn nicht, dann solltest Du sie gelassen akzeptieren. Ist das Geschehene wirklich so schlimm? Meist ist der Ärger größer als die Auswirkungen. Wir machen aus einer Mücke einen Elefanten! Kann Dein Wutausbruch die Situation ändern oder verbessern? Lohnt sich der Ärger wirklich


3. Akzeptieren

Einige Dinge im Leben lassen sich ändern, andere nicht. Diese gilt es zu erkennen und zu unterscheiden. Unveränderliches sollten wir akzeptieren und keine großen Energien verschwenden. "Akzeptiere es, verändere es oder verlasse es", ist hier ein gutes Motto! Bei veränderbaren Situationen können wir aktiv nach Lösungen suchen. Häufig lösen sich ärgerliche Situationen auch von ganz alleine auf. Bleib cool und bewahre die Ruhe. Sag Ja zu der Situation! Denn die Situation ist so wie sie ist. Ein entscheidender Schritt!

4. Entschleunigen

Du hast es selbst in der Hand, wie Du reagierst! Ob Du aus der Haut fährst oder ruhig und gelassen bleibst. Halte Deine Gefühle weitestgehend unter Kontrolle und schenke der Situation ein Lächeln. Ein inneres Lächeln kann sehr entkrampfend wirken! Schalte Deine Lieblingsmusik an oder schließe kurz die Augen. Schaue in obigem Beispiel dem Szenario zu und gewinne der Gelassenheit der Straßenreiniger etwas Positives ab. Für gute Ergebnisse in Balance rät uns Konfuzius: Wenn Du es eilig hast, gehe langsam.

5. Der Ton macht die Musik

Wenn es bei einem Wutausbruch aus Dir rausbricht, übertreibe nicht und wähle keine XXL Sprache. Verbale Entgleisungen sind in der Regel unangemessen und bringen uns höchstens noch zusätzlichen Ärger ein! Lasse die Kirche im Dorf und mache nicht Unschuldige für Deine Situation verantwortlich! „Wenn die Wut wächst, denke an die Konsequenzen“ mahnt Konfuzius.

6. Nicht persönlich nehmen

Wenn Dich jemand anschreit oder Vorwürfe an den Kopf wirft, nimm es bitte nicht persönlich! Meistens hat es mit seiner eigenen Situation zu tun oder er bewertet ein Verhalten von Dir anders als Du es tust. Behalte Dein inneres Gleichgewicht und beziehe das Erlebte nicht persönlich auf Deine Person. Es hat nichts mit Dir zu tun.

7. Reden

Rede mit einem vertrauten Menschen über die fordernde Situation und verarbeite den Stress in einem Gespräch. Vielleicht bekommst Du so noch eine andere Sicht auf das Ereignis! So kannst Du Erlebtes für Dich verarbeiten und dann erfolgreich loslassen.

Viele meiner Teilnehmer nutzen auch das Schreiben! Schreibe die Dinge aus dem Kopf und von der Seele. Eine wissenschaftlich sehr bewährte Möglichkeit der Verarbeitung!


8. Bewegen

Kontrolliert Dampf ablassen ist die perfekte Art, wieder in Balance zu kommen. Drehe nach dem fordernden Ereignis eine kurze Runde um den Block und atme tief durch! Gehe nach Feierabend eine Runde joggen oder gönne Dir ein knackiges Workout.

Nach auspowernder Bewegung können wir mit Meditation und Entspannungstechniken zur inneren Ruhe zurückfinden. Fantasiereisen, Autogenes Training oder Progressive Muskelentspannung nach Jacobson bieten sich an! Oder ein schöner Saunabesuch!

Zu guter letzt habe ich noch ein passendes Motto für mehr Gelassenheit :-)